Am 11. Oktober 2025 wurde die langjährige Partnerschaft zwischen dem Bezirk Berlin-Lichtenberg und dem Stadtteil KaMubukwana in Maputo, Mosambik, erneut in den Fokus gerückt. Diese Verbindung besteht seit 1995 und wurde kürzlich durch eine entfristete Partnerschaftsvereinbarung sowie ein neues gemeinsames Projekt bekräftigt. Die feierliche Unterzeichnung fand bereits am 5. September im Rathaus Lichtenberg statt, wo Bezirksbürgermeister Martin Schaefer (CDU) die Bedeutung der Zusammenarbeit für internationales Verantwortungsbewusstsein hervorhob. Er wies darauf hin, dass das Abkommen es ermöglicht, die partnerschaftlichen Beziehungen aktiv weiterzuentwickeln, um solidarisches Lernen und gegenseitige Unterstützung zu fördern.
Ein Beispiel für die fruchtbare Zusammenarbeit ist das Projekt „Klimawandelanpassung der städtischen Landwirtschaft“, das den Kleinbauern in Maputo-KaMubukwana zugutekommt. Fachleute aus Lichtenberg und der mosambikanische Stadtteil arbeiten aktiv zusammen, um Methoden zur Sicherung landwirtschaftlicher Erträge zu erforschen. Das vorrangige Ziel des Projektes ist es, zur globalen Ernährungssouveränität beizutragen und mit Herausforderungen wie Bodenversalzung umzugehen.
Hintergründe der Städtepartnerschaft
Die Städtepartnerschaft zwischen Berlin-Lichtenberg und KaMubukwana resultiert aus einer zivilgesellschaftlichen Initiative, die auf die Vielzahl ehemaliger mosambikanischer Vertragsarbeiter:innen in Berlin-Lichtenberg zurückgeht. Dies führte dazu, dass der Austausch durch gegenseitige Besuche, Schulpartnerschaften und verschiedene entwicklungspolitische Projekte gefördert wurde. Auch Veranstaltungen in Berlin-Lichtenberg beschäftigen sich mit der Zusammenarbeit, während ein Beirat in KaMubukwana beratend tätig ist.
Um eine rechtliche Grundlage zu schaffen, werden alle drei Jahre neue Kooperationsvereinbarungen etabliert. Unterstützt wird die Partnerschaft von der Entwicklungspolitischen Gesellschaft e.V. (EpoG) sowie dem Solidaritätsdienst International e.V. (SODI), die beispielsweise Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen zu relevanten Themen anbieten.
Projekte zur Unterstützung und Entwicklung
Im Laufe der Jahre wurden verschiedene Projekte ins Leben gerufen, darunter das Projekt „Umweltbildung in KaMubukwana“, das von 2015 bis 2018 initiiert wurde. Es beinhaltete den Bau eines Bildungszentrums, Schulgärten und die Gründung von Umweltclubs. In der Fortsetzung wurde von 2018 bis 2021 das Nachfolgeprojekt „Umweltschutz und Klimaanpassung in KaMubukwana“ umgesetzt und ermöglichte Schulungen sowie den Bau von Trinkwasserbrunnen und Erosionsschutzmaßnahmen. Diese Maßnahmen sind entscheidend, da KaMubukwana mehrfach als sauberster Bezirk von Maputo ausgezeichnet wurde.
Die Unterstützung für das Gesundheitszentrum Bagamoyo in KaMubukwana ist ebenfalls in Planung, um dort die allgemeinmedizinischen, zahnärztlichen und geburtshilflichen Versorgungen zu verbessern. Für den Bereich der Gesundheitsversorgung sind bereits für 2024 Maßnahmen vorgesehen.
Sport und Gemeinschaft
Am Puls der Gemeinschaft sind auch sportliche Initiativen. So wird das Projekt „Fußball verbindet nachhaltig – auch über Europa hinaus“ umgesetzt, welches den Nachbarschaftsfussball stärkt und faire Beschaffungsmethoden fördert. Acht Nachbarschaftsmannschaften in KaMubukwana erhielten faire Fußbälle und Trikots, was den Zusammenhalt und die Integration in der Gemeinschaft unterstützt.
Insgesamt sind die Bemühungen der Partner zunehmend auf langfristige entwicklungspolitische Zusammenarbeit, Umweltprojekte sowie Austauschprogramme ausgerichtet. Die Partnerschaft zwischen Lichtenberg und KaMubukwana setzt damit ein Beispiel für erfolgreiche Kommunikation und Unterstützung auf internationaler Ebene und trägt zu einer sinnvollen Transformation urbaner Lebensverhältnisse, wie sie auch von Initiativen wie der TUMI (Transformative Urbane Mobilität) gefordert wird, bei. Diese Initiative fokussiert sich auf die Verbesserung der nachhaltigen Mobilität weltweit und investiert erhebliche Mittel in Projekte, die zur Lebensqualität in Städten beitragen.