In Pankow tut sich endlich etwas – nach über zwei Jahrzehnten der Leere auf dem Gelände an der Wolfshagener Straße, wo einst das Volksbad stand, stehen die Zeichen auf Neubau. Die alte Schwimmhalle wurde 2000 aus Sicherheitsgründen geschlossen, und seitdem warten Schulen, Vereine und Freizeitsportler im Umfeld auf eine neue Schwimmstätte. Jetzt könnte sich eine Lösung abzeichnen: Ein neues Funktionsbad ist geplant, mit einer möglichen Eröffnung ab Mitte 2029. Die Finanzierung ist durch Mittel aus dem „Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt (SIWA)“ gesichert, die auch für andere Schwimmprojekte in Berlin vorgesehen sind. Diese Informationen stammen von entwicklungsstadt.de.

Das Grobkonzept für das neue Hallenbad wurde bereits entwickelt. Die Berliner Bäder-Betriebe und der Bezirk haben hier zusammengearbeitet, um die Grundlagen für den Bau zu schaffen. Im November 2025 stimmte der Aufsichtsrat der Infrastrukturgesellschaft dem Konzept zu. Im zweiten Halbjahr 2026 soll ein Detailkonzept folgen, das die Basis für die Ausschreibung bildet. Der Bebauungsplan muss jedoch zuvor geändert werden, was für die Umsetzung des Projekts entscheidend ist.

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Das neue Schwimmhallenprojekt

Obwohl die Pläne zunächst für ein Multifunktionsbad ausgelegt waren, hat sich die Situation geändert: Berlin hat keine Mittel mehr für das ursprünglich geplante Projekt, das bis zu 75 Millionen Euro kosten sollte. Stattdessen wird nun eine einfachere Schwimmhalle mit einem 25-Meter-Becken und einem Nichtschwimmerbecken errichtet. Diese neue Halle soll sowohl dem Schul- und Vereinssport als auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, wie auf berliner-kurier.de berichtet wird.

Die Bauweise könnte Fertig- oder Modulbauweisen umfassen, was nicht nur die Bauzeiten, sondern auch die Kosten erheblich senken könnte. Die Investitionskosten für die neue Schwimmhalle in Pankow werden auf etwa 22 Millionen Euro geschätzt. Der Baubeginn wird voraussichtlich 2027 sein, sofern der Bebauungsplan bis Ende 2025 erstellt wird. Im Pankower Bezirk gibt es seit der Schließung der alten DDR-Schwimmhalle keine öffentliche Schwimmhalle mehr – ein Umstand, der dringend behoben werden muss.

Die Herausforderungen und Perspektiven

Die Berliner Bäder-Betriebe setzen ihr Sanierungsprogramm fort, und es stehen zahlreiche Bauvorhaben in der gesamten Stadt an. Im Jahr 2023 sollen vier Bauvorhaben mit einem Gesamtvolumen von fast 50 Millionen Euro starten. Unter anderem wird die Grundsanierung des Kombibades Mariendorf vorgezogen, und auch das Stadtbad Schöneberg wird bald saniert. Dennoch ist unklar, ob die alte Schwimmhalle in Pankow abgerissen wird, was für die Anwohner von Bedeutung sein könnte.

Die Pläne für die neue Schwimmhalle in Pankow sind Teil eines größeren Trends: Die Berliner Politik hat sich nach über 25 Jahren endlich zur Schaffung neuer Bäder bekannt. Die Umsetzung könnte jedoch aufgrund möglicher Einsparungen im Berliner Landeshaushalt unsicher sein. Gleichzeitig wird ab 2026 eine Entspannung der Situation in Bezug auf den Mangel an Wasserfläche in vielen Stadtteilen erwartet, was die Vorfreude auf das neue Hallenbad zusätzlich steigert.

Insgesamt bleibt abzuwarten, wie sich die Entwicklungen rund um den Bau der neuen Schwimmhalle in Pankow gestalten. Die Anwohner und Sportler hoffen auf eine zügige Umsetzung, damit der Schwimmsport in Pankow bald wieder eine Heimat findet. Ein Projekt, das nicht nur der Region, sondern auch der gesamten Stadt zugutekommen könnte, ist auf jeden Fall in Planung.