Der Frühling ist endlich in vollem Gange und mit ihm erwacht die Pflanzenwelt aus ihrem Winterschlaf. Besonders auffällig sind die Mauerblümchen, auch bekannt als Scilla sibirica, die in dieser Zeit an vielen ungewöhnlichen Orten wie Wegrändern, Mauern und Bordsteinen blühen. Diese kleinen, zarten Pflanzen sind zwar schön anzusehen, aber auch verletzlich und vergänglich. In Pankow hat ein spannender Wettbewerb für Kinder im Alter von 9 bis 14 Jahren begonnen, bei dem das schönste Mauerblümchen fotografiert werden soll. Die Einsendungen können per E-Mail an info@anzeigio.de gesendet werden, wobei der Fundort, der Pflanzenname sowie Name, Alter und Kontaktinformation angegeben werden müssen. Die besten Fotos werden schließlich nach Originalität, Komposition und Farben bewertet und finden ihren Platz als Fotodrucke oder Kalendervorlagen. Bildunterschriften sind dabei auf bis zu fünf Zeilen beschränkt.

Der Sibirische Blaustern, wie Scilla sibirica auch genannt wird, ist eine nicht heimische Pflanze in Deutschland, die zur Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae) gehört. Ursprünglich stammt sie aus Osteuropa, Kaukasus und Westasien und hat sich seit dem 18. Jahrhundert in deutschen Gärten als beliebte Zierpflanze etabliert. Oft verwildert sie in schattigen, feuchten Wiesen und kann Höhen von 10 bis 25 cm erreichen. Die charakteristischen 2-4 riemenförmigen Blätter wachsen aus einer Zwiebel, während der Blütenspross halbstielrund ist und meist länger als die Blätter. Die nickenden, glockigen Einzelblüten bilden traubenartige Blütenstände und sind mit ihren sechs blauen Blütenblättern ein echter Hingucker.

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Die Ökologische Bedeutung der Mauerblümchen

Die Mauerblümchen blühen von März bis April und bilden ein strahlendes blaues Blütenmeer, das nicht nur das Auge erfreut, sondern auch eine wichtige ökologische Rolle spielt. Sie sind eine wertvolle Nahrungsquelle für Insekten, darunter die Zweifarbige Sandbiene (Andrena bicolor) und die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta), die an den Pollen interessiert sind. Zudem verbreiten Ameisen die Samen der Pflanzen, da diese mit einem ölhaltigen Elaisom ausgestattet sind, das als Nahrung dient.

Im Garten sind Mauerblümchen als Bodendecker sehr geschätzt, da sie schnell große Flächen abdecken und wenig Pflege benötigen. Ein Schnitt ist nicht erforderlich, lediglich die Reste nach dem Verblühen sollten entsorgt und die Samen abgesammelt werden. Schädlinge sind in der Regel selten, jedoch können Wühlmäuse die Zwiebeln gefährden.

Insgesamt sind die Mauerblümchen ein wunderbares Beispiel für die Schönheit und Vielfalt der Frühjahrsflora. Der Wettbewerb in Pankow bietet nicht nur eine tolle Möglichkeit, die Natur zu entdecken und zu würdigen, sondern auch die Kreativität junger Fotografen zu fördern. Weitere Informationen zu den Mauerblümchen finden Sie in einem ausführlichen Artikel auf der Webseite der Pankower Allgemeinen Zeitung und zur Pflanze selbst auf naturadb.de.