Heute ist der 10.02.2026 und das Thema der organisierten Kriminalität in Berlin steht wieder einmal im Mittelpunkt der Diskussion. Die Justizsenatorin Felor Badenberg (CDU) hat jüngst vor einer „neuen Dimension“ der Bedrohungslage gewarnt, die sowohl quantitativ als auch qualitativ gestiegen ist. Bewaffnete Banden der organisierten Kriminalität sorgen für sichtbare Gewalt auf den Straßen Berlins, was sich in Handgranatenwürfen und Schüssen auf Menschen, Fahrzeuge und Gebäude äußert. Die Ziele dieser Banden sind klar: Geschäftsleute einschüchtern und erpressen, insbesondere im Kontext von Revierkämpfen, Drogengeschäften und Schutzgelderpressung. Dies alles geschieht in einem Umfeld, in dem Herkunft und Migrationshintergrund von Tätern und Opfern eine wesentliche Rolle spielen, da Täter gezielt aus dem Ausland nach Berlin gebracht werden.

Ein zentraler Aspekt der kriminellen Aktivitäten ist das illegale Hawala-Banking, das eine bedeutende Rolle bei der Geldwäsche nach Drogengeschäften spielt. Diese Methode der Geldüberweisung, die im Nahen Osten und in Asien weit verbreitet ist, ermöglicht es, Transaktionen ohne tatsächliche Geldbewegung durchzuführen. Empfänger erhalten Geld gegen Nennung eines Codes, während Vermittler, die sogenannten Hawaladaren, intern abrechnen. In Berlin belaufen sich die finanziellen Schäden durch Clan-Kriminalität im Jahr 2023 auf etwa 57 Millionen Euro. Es ist klar, dass die aktuelle Rechtslage nicht ausreicht, um wirksam gegen solche illegalen Geldtransaktionen vorzugehen.

Politische Maßnahmen und Herausforderungen

Felor Badenberg plant, auf der Justizministerkonferenz in Bad Schandau einen Vorschlag zur Bekämpfung illegaler Geldtransaktionen einzubringen. Der Vorschlag zielt darauf ab, eine rechtliche Grundlage zu schaffen, um Maßnahmen gegen Hawala-Banking zu ergreifen, die derzeit in Deutschland illegal ist. Da illegale Transaktionen, die Terrorismus oder Steuerkriminalität finanzieren, oft nicht eingezogen werden können, ist die Unterstützung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) unerlässlich. GdP-Landeschef Stephan Weh hebt die Notwendigkeit einer rechtlichen Handhabe zur Vermögensabschöpfung hervor.

Ein weiterer kritischer Punkt, den Badenberg adressiert, ist der illegale Waffenbesitz, der momentan nur als Vergehen und nicht als Verbrechen eingestuft wird. Dies erschwert die Arbeit der Polizei erheblich. Um die Herausforderungen der organisierten Kriminalität besser zu bewältigen, fordert Badenberg auch den Einsatz von Programmen der Künstlichen Intelligenz zur Auswertung großer Datenmengen von beschlagnahmten Handys und Computern.

Ein Blick auf die aktuelle Situation

Die Situation wird durch einen mutmaßlichen Sprengstoffanschlag auf ein Lokal in Kreuzberg im Dezember 2025 weiter verschärft. Solche Vorfälle verdeutlichen die Dringlichkeit, mit der die Behörden auf die wachsende Bedrohung durch organisierte Kriminalität reagieren müssen. Die aktive Struktur der organisierten Kriminalität in Berlin zeigt sich nicht nur in der Gewalt, sondern auch in der ausgeklügelten Nutzung von finanziellen Netzwerken, die es den Banden ermöglichen, im Verborgenen zu agieren.

Insgesamt ist die Bekämpfung der organisierten Kriminalität in Berlin eine komplexe Herausforderung, die sowohl politische als auch soziale Dimensionen umfasst. Es bleibt abzuwarten, welche Maßnahmen ergriffen werden und wie effektiv sie tatsächlich sein werden. Lesern, die sich näher mit diesem Thema befassen möchten, sei die Quelle empfohlen, um mehr über die aktuellen Entwicklungen zu erfahren.

Für weitere Informationen über die Auswirkungen des Hawala-Bankings in Deutschland und die damit verbundenen Herausforderungen können interessierte Leser die weitere Quelle besuchen. Die Diskussion über die notwendigen rechtlichen Rahmenbedingungen wird weiterhin von Bedeutung sein, um der Clan-Kriminalität in Berlin entgegenzuwirken.