Heute ist der 6. Februar 2026 und im Heimathafen Neukölln in Berlin steht ein spannendes Theaterstück auf dem Programm: „Wie kann ich Dir helfen, Habibi?“. Dieses Stück, das vom Jugendclub Active Player NK produziert wurde, beschäftigt sich mit einem Thema, das in der heutigen digitalen Welt immer relevanter wird: der Künstlichen Intelligenz (KI). Die Generalprobe fand am 5. Februar 2025 statt, und die ersten Aufführungen sind für den heutigen Abend sowie für weitere Termine am 7. Februar und vom 11. bis 14. Februar angesetzt. Die Ticketpreise betragen 10,00 Euro, ermäßigt 7,00 Euro, wobei die Kontingente für ermäßigte Tickets limitiert sind.
In dem Stück erforschen Jugendliche aus Neukölln die Möglichkeiten und Grenzen von KI, indem sie eigene Szenen entwickeln. Die Darstellung zeigt, wie KI als Helferin, Zufluchtsort und Vertrauensperson fungieren kann. Dabei wird die zentrale Fragestellung aufgeworfen, was passiert, wenn Menschen ihre Sorgen an eine KI richten, die keine echten Gefühle hat. Die Inszenierung zeigt eindringlich, dass KI zwar imitieren und berechnen kann, jedoch nicht fühlen kann. Die Jugendlichen sitzen oft allein vor ihren Handys und öffnen sich der KI, was die Unterschiede zwischen Mensch und Maschine verdeutlicht.
Das Stück und seine Botschaft
Die Inszenierung ist nicht nur ein künstlerisches Projekt, sondern auch ein gesellschaftlicher Kommentar. Die Zuschauer werden aufgefordert, sich zu fragen: Können wir noch erkennen, was real ist? Diese Frage wird durch die Darstellung von verschwommenen Grenzen zwischen echten und manipulierten Nachrichten verstärkt. Ein eindringlicher Monolog über die Menschlichkeit bildet das Finale des Stücks und regt zum Nachdenken an.
Die Kulturreporterin Regine Bruckmann, die eine Probe besucht hat, hebt hervor, wie wichtig solche Projekte sind, um junge Menschen in die Diskussion über Technologien und deren Einfluss auf unser Leben einzubeziehen. Die Aufführung findet in einem Rahmen statt, der einen Einlass um 18:45 Uhr vorsieht, mit der wichtigen Anmerkung, dass kein Nacheinlass gewährt wird und das Theater nicht barrierefrei ist.
Künstliche Intelligenz im Theater
Die Diskussion über Künstliche Intelligenz in der Kunst hat seit der Veröffentlichung von ChatGPT im November 2022 an Fahrt aufgenommen. Besonders die bildende Kunst, Literatur, Musik und Film stehen im Fokus, während die darstellenden Künste, wie das Theater, oft vernachlässigt werden. In diesem Zusammenhang ist das Stück „Wie kann ich Dir helfen, Habibi?“ ein hervorragendes Beispiel für den Einsatz von KI im Theater.
Ein Blick auf die ARGEkultur in Salzburg zeigt, dass auch dort Künstliche Intelligenz in verschiedenen Theaterprojekten integriert wird. Projekte wie B:R:HR:NG und MENGELE ZOO zeigen, wie KI für die Interaktion zwischen Darstellern und Publikum genutzt wird. Diese Initiativen verdeutlichen, dass die digitale Transformation auch im Theater angekommen ist und dass KI als Werkzeug zur kreativen Entfaltung dient. Sebastian Linz, der Künstlerische Geschäftsführer der ARGEkultur, betont, dass Kunst über Technik steht und digitale Technologien der Kunst dienen sollten.
Das Stück „Wie kann ich Dir helfen, Habibi?“ ist somit nicht nur ein unterhaltsames Theatererlebnis, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur gesellschaftlichen Diskussion über die Rolle von Künstlicher Intelligenz in unserem Leben. Wer die Aufführung noch nicht gesehen hat, sollte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, Teil dieses zeitgenössischen Dialogs zu werden.
Für weitere Informationen zu den Aufführungen und Ticketbuchungen können Interessierte die Website des Jugendclubs Active Player NK besuchen: hier.
Mehr Informationen zur Diskussion rund um Künstliche Intelligenz in der Kunst finden Sie in dem Aufsatz von Sebastian Linz auf der Seite der ARGEkultur: hier.
Für weitere Details zu den Aufführungen und den Ticketpreisen können Sie die Quelle auf Radio Drei einsehen: hier.