In den letzten Tagen kam es in Berlin-Neukölln zu zwei tragischen Unfällen, die das Bewusstsein für die Verkehrssicherheit in der Region erneut schärfen. Am Donnerstagabend wurde eine Fußgängerin von einem SUV überrollt und über 570 Meter mitgeschleift, bevor der Fahrer schließlich anhielt. Der Vorfall ereignete sich gegen 19 Uhr, als der Fahrer des Renault-SUV den Parkplatz der Panda Apotheke verließ und die Frau umfuhr, ohne die Fahrt zu stoppen. Laut Zeugen waren die Schreie der Überfahrenen laut, verstummten jedoch bald darauf. Passanten intervenierten und hielten den SUV an, der schließlich auf einer Busspur zum Stehen kam. Trotz der schnellen Alarmierung der Berliner Feuerwehr konnte der Frau nicht mehr geholfen werden; sie erlag noch am Unfallort ihren schweren Verletzungen (Berliner Kurier).

Ein weiterer schwerer Unfall ereignete sich ebenfalls in Neukölln, an der Ausfahrt eines Einkaufszentrums. Hier wurde ein 60-jähriger Fußgänger von einem SUV überrollt, als er die Ausfahrt des Einkaufszentrums an der Karl-Marx-Straße überquerte. Der Mann erlitt mehrere Brüche im Oberkörper sowie innere Verletzungen und wurde zur stationären Behandlung in eine Klinik gebracht. Laut Polizei schwebt er jedoch nicht in Lebensgefahr. Die Ermittlungen zur Unfallursache sind bereits im Gange (n-tv).

Die Hintergründe der Unfallstatistik

Diese Vorfälle werfen ein Licht auf die allgemeine Verkehrssicherheitslage in Berlin. Die monatliche Straßenverkehrsunfallstatistik, die von der Statistik Berlin-Brandenburg erhoben wird, dient der umfassenden Erfassung von Verkehrsunfällen. Sie umfasst detaillierte Angaben zu Unfällen, Informationen über die beteiligten Personen und Fahrzeuge sowie Daten zu Verletzten und Unfallursachen. Solche Statistiken sind entscheidend, um Strukturen des Unfallgeschehens zu verstehen und Maßnahmen in Bereichen wie Gesetzgebung, Verkehrserziehung und Straßenbau zu planen (Statistik Berlin-Brandenburg).

Die Erhebung erfolgt als Vollerhebung mit Auskunftspflicht der Polizeidienststellen, die Unfälle aufnehmen. Allerdings werden nur Unfälle, die sich auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen ereignet haben und polizeilich aufgenommen wurden, in die Statistik aufgenommen. Verkehrsunfälle mit nur Sachschaden oder geringfügigen Verletzungen werden von der Polizei nur teilweise angezeigt. Diese Daten sind nicht nur für die Politik, sondern auch für die Öffentlichkeit von großer Bedeutung, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und Unfälle zu vermeiden.