Am kommenden Sonntag, den 15. Februar 2026, trifft der Stavenhagener SV um 14.30 Uhr auf die HSG Neukölln. Dieses Duell wird von großer Bedeutung sein, da ein Sieg den Vorsprung der Stavenhagener auf die Abstiegszone auf sechs Punkte erhöhen könnte. Trainer Torsten Richter hebt hervor, dass die Klassenerhalt-Entscheidung in den eigenen Händen liege, besonders mit drei bevorstehenden Heimspielen im Blick.

Die HSG Neukölln, aktuell auf dem neunten Tabellenplatz, hat in den letzten drei Heimspielen beeindruckende Leistungen gezeigt und diese allesamt gewonnen. Richter beschreibt Neukölln als eine heimstarke und körperlich starke Mannschaft. In der bisherigen Bilanz stehen für Stavenhagen drei Siege, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen gegen Neukölln zu Buche. Im Hinspiel konnte Stavenhagen jedoch mit 35:33 einen knappen Sieg erringen.

Personelle Herausforderungen und Trainingsrückstand

Die personelle Situation beim Stavenhagener SV ist angespannt. Tanvir Kaur befindet sich im Urlaub und Anna Herbst fällt aufgrund eines Kreuzbandrisses aus. Der restliche Kader steht zwar zur Verfügung, jedoch ist Trainer Richter unzufrieden mit den letzten zwei Wochen ohne Training, die durch Krankheiten bedingt waren. Diese Umstände könnten sich auf die Leistung der Mannschaft auswirken.

Die HSG Neukölln wird am Sonntag nicht nur gegen Stavenhagen antreten, sondern hat auch eine Reihe weiterer Begegnungen in der kommenden Zeit. So spielen sie am 20. Februar gegen den TSV Rudow und am 21. Februar gegen die zweite Mannschaft des VfV Spandau. In dieser intensiven Phase des Spielbetriebs ist es für die Mannschaft entscheidend, sich sowohl körperlich als auch psychisch gut zu positionieren, um den Herausforderungen gewachsen zu sein, wie es in der Vorschau auf den Spielbetrieb zu entnehmen ist.

Psychosoziale Aspekte im Leistungssport

Ein interessanter Aspekt im Kontext von Verletzungen und der Leistungsfähigkeit von Athleten ist die psychosoziale Dimension der Entscheidungsfindung. Eine Studie, die sich mit der Thematik beschäftigt, zeigt, dass Athleten oft Schmerzen nicht kommunizieren oder diese verzögern, was zu einer Fortsetzung des Wettkampfbetriebs trotz gesundheitlicher Risiken führen kann. Dies wird in der Untersuchung über die psychosozialen Bedingungen von Entscheidungen in der Diagnostik und Behandlung von Sportverletzungen deutlich. Hierbei wird ein multiperspektivisches Modell für das Verletzungsmanagement im Leistungssport entwickelt, das die Sichtweisen von Athleten, Trainern und Ärzten einbezieht.

Die Ergebnisse dieser Forschung legen nahe, dass es einen Bedarf an spezifischen medizinischen Unterstützungsnetzwerken für Athleten gibt, um die Entscheidungsprozesse in Bezug auf Diagnosen und Behandlungen zu verbessern. Die Komplexität verletzungsbezogener Entscheidungen erfordert eine flexible Herangehensweise an das Stressmanagement, besonders in einer wettbewerbsintensiven Umgebung wie dem Handball.

Insgesamt steht der Stavenhagener SV also vor einer spannenden und herausfordernden Partie, die sowohl sportlich als auch emotional eine wichtige Rolle spielt. Ein Sieg könnte nicht nur den Abstand zur Abstiegszone vergrößern, sondern auch das Selbstvertrauen der Mannschaft stärken, während die HSG Neukölln ihren Heimvorteil optimal nutzen möchte.