Am 2. Februar 2026 fand in der Khadija-Moschee in Berlin-Pankow der Neujahrsempfang der Ahmadiyya-Gemeinde statt. Diese Veranstaltung brachte zahlreiche Politiker und Bürger aus der Zivilgesellschaft zusammen, um über gesellschaftlichen Zusammenhalt und demokratische Teilhabe zu diskutieren. Der Imam der Moschee, Scharjil Khalid, begrüßte die Anwesenden und dankte in seinen Grußworten den politischen Vertreterinnen und Vertretern, darunter SPD-Politiker Raed Saleh und die Linke-Spitzenkandidatin Elif Eralp, die die wichtige Rolle der Gemeinde in der Gesellschaft betonten.
Khadija-Moschee ist die einzige Minarett-Moschee in Ostdeutschland und hat sich seit ihrer Errichtung zu einem zentralen Ort des interkulturellen Dialogs entwickelt. Khalid bezeichnete die Ahmadiyya-Gemeinde als die älteste organisierte muslimische Gemeinschaft in Deutschland und unterstrich ihr Engagement in über 300 Orten des Landes. Ein zentrales Motto, das Khalid verkündete, war, dass der Islam eine Lebensphilosophie ist, die mit Hilfe für Menschen beginnt.
Aktuelle Herausforderungen und Engagement
Daniel Rose, ein junger Redner aus der Gemeinde, äußerte in seiner Ansprache sowohl Dank als auch Kritik am Regierenden Bürgermeister Kai Wegner, insbesondere im Kontext der jüngsten Anfeindungen gegen die Ahmadiyya. Er berichtete über Erlebnisse, die auf den Spruch „Deutsche helfen den Deutschen“ hinwiesen, und die damit verbundenen Schwierigkeiten im Umgang mit Diskriminierung und Vorurteilen. Khalid entblößte die Herausforderungen, mit denen die Gemeinde konfrontiert ist, seit dem Grundstückskauf der Moschee im Jahr 2006, beispielsweise Hakenkreuzschmierereien und andere gewaltsame Übergriffe.
Im Rahmen des Empfangs wurden auch Kurzfilme über die Herkunft der Gemeinde und ihr ehrenamtliches Engagement gezeigt. Die Ahmadiyya-Gemeinde, die sich in der islamischen Welt oft mit Widerständen konfrontiert sieht und von vielen anderen Muslimen als häretisch angesehen wird, antwortet auf Feindseligkeiten mit ihrem Leitsatz: „Liebe für alle, Hass für keinen“.
Ein Rückblick auf den Neujahrsempfang
Die Veranstaltung bot Raum für Begegnung, Gespräch und gemeinsame Perspektiven. Nach einem stillen Gebet nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, bei einem Buffet mit indopakistanischen Speisen miteinander ins Gespräch zu kommen. Politische Unterstützer, wie Julia Schneider von den Grünen, erlebten hingegen Hasskommentare als Reaktion auf ihr Engagement für die Ahmadiyya.
Die Aktivitäten der Gemeinde umfassen nicht nur den Austausch während des Neujahrsempfangs, sondern auch praktische Hilfen in vom Stromausfall betroffenen Gebieten. Khalid und andere Redner betonten die Hoffnung, dass das Potenzial des muslimischen Engagements für sozialen Frieden erkannt wird und dass die Gesellschaft diese Ressource wertschätzt. Die Ahmadiyya-Gemeinde hat in Deutschland etwa 35.000 Mitglieder und wird oft als eine der am stärksten verfolgten muslimischen Gemeinschaften weltweit angesehen, besonders in Ländern wie Pakistan.
Für weitere Informationen über die Ahmadiyya-Gemeinde und ihre Veranstaltungen kann die Webseite der Ahmadiyya besucht werden.
Für einen detaillierten Überblick über die Geschichte und den Kontext der Ahmadiyya, kann die Wikipedia-Seite aufgerufen werden.
Die Berliner Zeitung berichtet über die aktuellsten Entwicklungen und Herausforderungen, mit denen die Gemeinde konfrontiert ist, und hebt das Engagement der Ahmadiyya als wertvolle Ressource für die deutsche Gesellschaft hervor: Berliner Zeitung.