Neuer Präsident des DBS: Michels will Para-Sport in Deutschland stärken!

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Hans-Jörg Michels wurde am 13.06.2025 neuer Präsident des DBS. Er setzt sich für verbesserten Rehabilitationssport in Deutschland ein.

Hans-Jörg Michels wurde am 13.06.2025 neuer Präsident des DBS. Er setzt sich für verbesserten Rehabilitationssport in Deutschland ein.
Hans-Jörg Michels wurde am 13.06.2025 neuer Präsident des DBS. Er setzt sich für verbesserten Rehabilitationssport in Deutschland ein.

Neuer Präsident des DBS: Michels will Para-Sport in Deutschland stärken!

Am 13. Juni 2025 wird Hans-Jörg Michels als neuer Präsident des Deutschen Behindertensportverbands (DBS) vorgestellt. Er tritt die Nachfolge von Friedhelm Julius Beucher an, der den Verband seit 2009 führte. Michels war zuvor Präsident des Behinderten-Sportverbands Brandenburg und bringt umfangreiche Erfahrungen im Bereich des Behindertensports mit.

In einem Interview erläutert Michels, dass er aufgrund seines Berufen als Rechtsanwalt nicht die gleiche zeitliche Verfügbarkeit wie sein Vorgänger Beucher haben kann. Ende Mai 2025 wurde ein neues Präsidium gewählt, in dessen Rahmen eine Satzungsänderung einstimmig beschlossen wurde. Diese neue Satzung sieht die Schaffung eines hauptamtlichen Vorstands vor, der die personelle und wirtschaftliche Verantwortung des DBS übernehmen wird.

Förderung des Rehabilitationssports und Breitensport

Michels, der 1961 in Osnabrück geboren wurde und als erfolgreicher Volleyballspieler bekannt war, hat ehrgeizige Pläne. Er möchte die Arbeit des DBS fortsetzen und den Rehabilitationssport in Deutschland festigen. Neben der Stärkung des Angebots im Breitensport für Menschen mit Behinderungen will er auch die Voraussetzungen im Leistungssport deutlich verbessern.

Ein wichtiges Ziel von Michels ist die Etablierung der ersten Para-Olympischen Spiele der Neuzeit, die parallel zu den Olympischen Spielen stattfinden sollen. Deutschland bewirbt sich um die Austragung der Spiele für die Jahre 2040 oder 2044. Der DBS soll bei diesem Ziel nicht nur in der Breite der Gesellschaft, sondern auch durch gezielte Initiativen und enger Zusammenarbeit mit Landesverbänden, insbesondere in Brandenburg, gestärkt werden.

Nachwuchsförderung im Parasport

Das Projekt „ParaMove“ des Behinderten- und Rehabilitationssportverbandes Brandenburg e.V. zielt darauf ab, ein nachhaltiges System zur Nachwuchsgewinnung im Parasport zu entwickeln. Dieses Netzwerk soll in Kooperation mit medizinischen, wohltätigen und schulischen Einrichtungen sowie privaten Unternehmen die Sichtbarkeit des Parasports steigern. Dabei liegt der Fokus auf der Verbesserung des physischen und mentalen Wohlbefindens von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen und der Ausbildung sozialer Kompetenzen.

Über die Veranstaltungen und Angebote sollen Kinder in einer familiären Atmosphäre erste Erfahrungen im Parasport sammeln können. Diese Events haben das Ziel, Ängste abzubauen und positive Erlebnisse zu fördern. Weitere Kooperationspartner sind willkommen, um den Strukturaufbau im Parasport in Brandenburg zu unterstützen, so dass breitere Sportarten und Bewegungserfahrungen für Kinder mit Behinderungen bekannt gemacht werden können.

Aktiv gegen Diskriminierung

Michels äußert sich auch zu umstrittenen Äußerungen des Präsidenten von Union Berlin, Dirk Zingler, der in einem Kommentar zur Beziehung zwischen Frauenfußball und Behindertensport Diskriminierung anführte. Der neue DBS-Präsident betont, dass jede Form der Diskriminierung im Behindertensport nicht akzeptabel sei und eine klare Positionierung für Inklusion und Respekt notwendig ist.

Der DBS als erste Anlaufstelle für Behindertensport in Deutschland hat sich in der Vergangenheit bereits für die Rückkehr von Menschen mit geistiger Behinderung zu den Paralympischen Spielen eingesetzt. Diese Spiele sind an die Olympischen Spiele angelehnt und bieten Sportler*innen mit Beeinträchtigung eine Plattform, um ihre Fähigkeiten zu zeigen. Aktuell umfasst das Angebot eine Vielzahl von Sportarten, darunter Blindenfußball, Para Badminton und Rollstuhlbasketball.

Der DBS wird weiterhin auf die Unterstützung und Expertise setzen, die aus der Brandenburgischen Mentalität und Struktur heraus gewachsen ist. Damit soll eine gute Grundlage für den Fortschritt im Behindertensport geschaffen werden, um sowohl den Leistungssport als auch den Breitensport zu fördern und zu einer inklusiven Gesellschaft beizutragen.

Für weitere Informationen zu diesen Themen steht die Webseite des DBS zur Verfügung: Lebenshilfe, die auch aktuelle Entwicklungen und Angebote im Bereich des Behindertensports dokumentiert. Weitere Details zu den Projekten und Initiativen in Brandenburg finden sich auf BSBrandenburg, wo auch das Ziel der Nachwuchsförderung im Parasport näher beschrieben wird.