Am 27. November 2025 setzt das Umwelt- und Naturschutzamt Tempelhof-Schöneberg mit der Initiative „Stadtbäume für Tempelhof-Schöneberg“ ein wichtiges Zeichen für den Erhalt und die Stärkung des urbanen Baumbestands. Diese Initiative verfolgt das Ziel, klimaresiliente Baumarten zu fördern und private Grundstückseigentümer in den Schutz des städtischen Grüns einzubinden. Insbesondere erfreut die jüngste öffentliche Pflanzaktion in Lichtenrade, bei der vier neue klimaresistente Bäume, darunter drei Elsbeeren und eine Esskastanie, gesetzt wurden.

Die Pflanzarbeiten starteten Anfang November und werden von einem Fachbetrieb durchgeführt. Bei der öffentlichen Baumpflanzung, die auf dem Evangelischen Friedhof in Berlin-Lichtenrade stattfand, war auch die Bezirksstadträtin Dr. Saskia Ellenbeck anwesend. Sie betonte die immense Bedeutung von Bäumen für den Klimaschutz und die Lebensqualität der Stadtbewohner. Die genaue Adresse der Pflanzaktion war Paplitzer Straße 10-24, 12307 Berlin.

Nachhaltige Stadtbäume

Stadtbäume leisten nicht nur einen wesentlichen Beitrag zur Biodiversität, sie sind auch von großer Bedeutung für die Verbesserung der Luftqualität, das Spenden von Schatten und das Kühlen der Umgebung. Laut einem Projekt des Bundesamts für Naturschutz, das sich mit biodiversefördernden Klimamaßnahmen im urbanen Bereich beschäftigt, werden Stadtbäume aufgrund der dichten Besiedlung und der Herausforderungen des Klimawandels zunehmend unter Druck gesetzt. Daher ist es unverzichtbar, sowohl den Schutz bestehender Bäume als auch die Förderung von Neupflanzungen voranzutreiben.

Im Rahmen des Projekts „Biodiversitätsfördernde Klimamaßnahmen im urbanen Bereich“ liegt ein besonderer Fokus auf der Erfassung und Bewertung juristischer sowie planerischer Hintergründe zur Baumpflanzung und zum Baumerhalt in Cities. Das Projekt soll Kommunen unterstützen, rechtliche Hindernisse bei der Pflanzung von Stadtbäumen, insbesondere im Straßenraum, zu identifizieren und zu überwinden.

Kriterien für klimaresiliente Bäume

Eine besondere Rolle spielen bei der Baumpflanzung klimaresiliente Baumarten, die die Biodiversität fördern. Laut einem Biodiversitätsindex, der im Auftrag der Stadt Zürich erstellt wurde, belegt die Traubeneiche (Quercus petraea) den ersten Platz für klimaresiliente Bäume, gefolgt von der Winterlinde (Tilia cordata). Diese Bäume bieten nicht nur wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen, sondern tragen auch wesentlich zur ökologischen Stabilität in urbanen Räumen bei. Alte Bäume, die über eine hohe Ökosystemleistung verfügen, sollten möglichst erhalten bleiben.

Insgesamt zeigt sich, dass durch die gezielte Auswahl und Kombination geeigneter Baumarten die Biodiversität im urbanen Raum effektiv gefördert werden kann. Dies ist nicht nur wichtig für die Artenvielfalt, sondern auch zur Verbesserung des Lebensumfeldes für die Stadtbewohner.

Für weitere Informationen zu den Initiativen und Projekten zur Förderung urbaner Bäume besuchen Sie bitte die Webseite des Umwelt- und Naturschutzamtes Tempelhof-Schöneberg: Berlin.de, oder erfahren Sie mehr über die Biodiversitätsförderung unter Stadt und Grün sowie dem Projekt des Bundesamtes für Naturschutz.