Heute ist der 24.03.2026. Im Herzen Berlins, nahe dem Hauptbahnhof, liegt das Europa-Viertel, ein Areal, das viele Berliner als „Quartier aus der Retorte“ empfinden. Diese Wahrnehmung könnte sich jedoch bald ändern, denn Investor CA Immo, der für zahlreiche Bürogebäude in der Berliner Europacity verantwortlich ist, hat angeregt, dass Geduld für die Belebung des Quartiers notwendig ist. Ein entscheidender Schritt in diese Richtung könnte die Einführung eines Wochenmarktes sein, der bereits 2019 von der CDU im Bezirksparlament angeregt wurde.
Brigitta Voigt, die Betreiberin von vier Wochenmärkten in Berlin, hat den Vorschlag, den Markt am Nordbahnhof ins Europa-Viertel zu verlegen. Der Markt am Nordbahnhof hat seit dem Abzug von 4000 Mitarbeitern der Deutschen Bahn an Frequenz verloren. Voigt plant, den Markt auf dem Otto-Weidt-Platz im Europa-Viertel einmal pro Woche mittwochs zwischen 12 und 18 Uhr stattfinden zu lassen. Der Antrag hierfür wurde bereits an das Grünflächenamt geschickt und das Bezirksparlament hat dem Vorschlag von Voigt zugestimmt. Sie wartet nun auf die finale Zusage.
Ein Markt für die Nachbarschaft
Voigt schlägt vor, den Markt bei ausreichender Nachfrage bis 19 Uhr zu öffnen, um Afterwork-Treffen zu ermöglichen. Das Europa-Viertel ist durch die Vielzahl an Büros und den Anwohnern, die teilweise im Homeoffice arbeiten, ein idealer Standort für einen solchen Markt. Die Zusammensetzung der Wochenmärkte ist dabei klar geregelt: 75% Frischwaren, 5% Imbissstände und 20% andere Warengruppen. Voigt kritisiert jedoch die geringe erlaubte Fläche für Imbissstände und fordert mehr Flexibilität für die Marktbeschicker.
Das Projektgebiet Europacity erstreckt sich über rund 60 Hektar und wird im Süden durch das Spreeufer am Washingtonplatz und den Berliner Hauptbahnhof begrenzt. Im Norden wird das Gebiet durch die Perleberger Brücke, im Westen durch Bahngleise und im Osten durch den Spandauer Schifffahrtskanal eingegrenzt. Die Heidestraße fungiert dabei als zentraler Boulevard durch das Quartier, das die Funktionsbereiche Wohnen, Arbeiten, Kultur und Freizeit optimal verknüpft. Die Nähe zu bedeutenden Einrichtungen wie der Charité, dem Regierungssitz und verschiedenen Museen macht das Europa-Viertel besonders attraktiv.
Ein neues städtebauliches Erscheinungsbild
Die Schaffung eines neuen städtebaulichen Erscheinungsbildes mit unverwechselbaren Stadträumen, neuen Bautypologien und urbanen Lebensformen ist eines der Ziele der Europacity. Ein fußgängerfreundliches Straßen- und Wegenetz sowie attraktive öffentliche Plätze und Freiflächen sollen zur Belebung des Quartiers beitragen. Die optimale Erschließung durch den öffentlichen Nahverkehr und die Anbindung an Fern- und Regionalbahn über den Hauptbahnhof gewährleisten zudem schnelle Verbindungen zu den Berliner Flughäfen.
Die Einführung eines Wochenmarktes könnte somit nicht nur zur Belebung des Europa-Viertels beitragen, sondern auch eine wichtige soziale Funktion für die Anwohner und Berufstätigen im Quartier erfüllen. Die Diskussion um den Markt und die damit verbundenen Anforderungen an die Infrastruktur könnten auch als Modell für andere Stadtteile in Berlin dienen, die ähnliche Herausforderungen in der Belebung ihrer Quartiere haben.
Für weitere Informationen zu den Entwicklungen in der Europacity besuchen Sie bitte die Morgenpost und erfahren Sie mehr über die Pläne von CA Immo auf CA Immo.


