Heute ist der 18.04.2026 und das Museum für Naturkunde in Berlin steht vor einem großen Wandel. Die bauliche Entwicklung des Museums, die sich entlang der Ost-West-Achse des historischen Gebäudes erstreckt, umfasst drei bedeutende Bauabschnitte, die nicht nur die Architektur, sondern auch die Zukunft der wissenschaftlichen Sammlung prägen.
Der erste Bauabschnitt, der Ostflügel, wurde bereits 2010 feierlich eröffnet. Hier wurde der im Zweiten Weltkrieg zerstörte Ostflügel wiederaufgebaut. Jetzt beherbergt dieses hochmoderne Gebäude eine wissenschaftliche Nass-Sammlung, die eine langfristige konservatorische Sicherung großer Teile der Sammlung ermöglicht. Zudem wird die Sammlung nahtlos in den Ausstellungsrundgang für die Besuchenden integriert, sodass Wissenschaft und Bildung Hand in Hand gehen.
Ein Blick auf den Mittelbau
Der zweite Bauabschnitt, der Mittelbau, ist ebenfalls abgeschlossen und hat wesentliche Verbesserungen für die Logistik, Sicherheit und Arbeitsbedingungen in den weiteren Gebäudeteilen mit sich gebracht. Hier wurden neue konservatorische und technische Standards in den denkmalgeschützten Bestand integriert. Ein besonderes Highlight ist die schrittweise Öffnung der Forschungssammlungen für die Öffentlichkeit, die es interessierten Besuchenden ermöglichen wird, einen Blick hinter die Kulissen der wissenschaftlichen Arbeit zu werfen. Ab August 2026 werden zudem zwei sanierte Säle Teil des Museumsprogramms, in denen spannende Ausstellungen stattfinden werden.
Der Westflügel im Fokus
Aktuell läuft der dritte Bauabschnitt, der Westflügel, der ebenfalls einer umfassenden Sanierung unterzogen wird. Hier werden nicht nur die Ausstellungs- und Sammlungssäle modernisiert, sondern auch technische Anlagen auf den neuesten Stand gebracht. Darüber hinaus entstehen zusätzliche Räume für Forschung, Lehre und Vermittlung – ein echter Gewinn für das Museum. Der Abschluss dieses Bauabschnitts ist für Ende 2026 geplant, wobei schrittweise die Wiederbenutzung weiterer historischer Säle, wie etwa des Historischen Vogelsaals, angestrebt wird. Teil der neu gestalteten Ausstellungen wird auch die Sonderausstellung „ZUGvögel – Eine Sammlung in Bewegung“ sein, die bereits einige ausgestellte Präparate umfasst.
Diese umfassenden Baumaßnahmen sind nicht nur ein Zeichen für die Bedeutung des Museums als Wissensinstitution, sondern auch ein Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Der Einsatz nachhaltiger Baustoffe und regenerativer Energien ist hierbei ein zentraler Aspekt, der den zukunftsorientierten Ansatz des Museums unterstreicht. So kann das Museum nicht nur als Ort des Lernens und der Forschung, sondern auch als Vorbild für umweltbewusstes Bauen fungieren.
Mit der fortschreitenden Entwicklung des Museums für Naturkunde wird deutlich, dass sich hier ein Ort der Wissenschaft und Bildung in eine neue Ära begibt. Die geplanten Maßnahmen und die bereits umgesetzten Bauabschnitte zeigen, wie wichtig es ist, Tradition und Innovation miteinander zu verbinden. In den kommenden Jahren dürfen sich alle Natur- und Wissenschaftsbegeisterten auf eine spannende Entfaltung der Sammlungen und Ausstellungen freuen. Berlin wird somit nicht nur als historische, sondern auch als zukunftsorientierte Wissenschaftsstadt gestärkt.