Heute, am 14. Februar 2026, öffnet ein Museum in Mitte seine Türen zu einem besonderen Programm, das sich ganz der Liebe im Alten Ägypten widmet. Anlässlich des Valentinstags werden die Besucher eingeladen, sich mit altägyptischen Themen wie Liebe, Zuneigung und Verbundenheit auseinanderzusetzen. Führungen zu diesen Themen finden heute in den Zeitfenstern um 11 Uhr, 13 Uhr, 15 Uhr und 16 Uhr statt. Der Treffpunkt für diese Führungen ist der Infopoint auf Ebene 1. Die Teilnahme an allen Angeboten ist kostenfrei, und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zusätzlich zu den Führungen werden offene Workshops von 11:00 bis 16:00 Uhr angeboten. Hier können die Teilnehmer Liebesbotschaften gestalten, indem sie Magneten kreieren oder auf Papyrus schreiben. Ein weiterer Workshop widmet sich den Lieblingssymbolen, und der Einstieg ist jederzeit im Vermittlungsraum auf Ebene 0 möglich. Für die jüngeren Besucher gibt es ein spannendes Suchspiel mit Rätselfragen zu Haustieren und Geschenken im Alten Ägypten, das ebenfalls von 11:00 bis 16:00 Uhr läuft. Der letzte Termin hierfür ist um 16:00 Uhr, mit dem Treffpunkt am Pyramidenmodell auf Ebene 0.

Die altägyptische Familie und ihre Werte

Im Alten Ägypten spielte die Familie eine zentrale Rolle im Leben der Menschen. Kinder waren äußerst wichtig, und es gab keine Praxis des Aussetzens von Kindern, wie sie in anderen Kulturen vorkam. Mädchen und Jungen heirateten oft in jungen Jahren, und die Mehrheit der Menschen heiratete nur einmal, was die Monogamie zur Norm machte. Allerdings war die Polygamie unter Pharaonen verbreitet, die oft mehrere Frauen hatten, aus deren Ehen zahlreiche Kinder hervorgingen. Diese Kinder übernahmen wichtige Aufgaben im Alltag und sorgten zudem dafür, dass ihre Eltern im Alter oder bei Krankheit versorgt wurden.

Es ist interessant zu beobachten, wie sich die Vorstellungen von Ehe und Familie im Laufe der Zeit verändert haben. Kenneth M. Cuno, ein amerikanischer Historiker, stellt fest, dass der Rückgang der Polygamie in Ägypten eng mit gesellschaftlichen Veränderungen verbunden ist, die Ende des 19. Jahrhunderts begannen. Europäische Ideen und lokale Intellektuelle trugen dazu bei, eine neue Sichtweise auf die Ehe zu entwickeln, die Bildung für Frauen und die Ablehnung der Polygamie betonte. Diese Ideale hatten weitreichende Auswirkungen auf die Gesellschaft und führten dazu, dass viele Frauen in den Eheverträgen Regelungen forderten, um Polygamie zu verhindern.

Die Rolle der Liebe in der altägyptischen Kultur

Die altägyptischen Werte rund um Liebe und Partnerschaft sind auch heute noch faszinierend. In den Führungen des heutigen Programms wird aufgezeigt, wie Partnerwahl, Eheverträge und sogar Scheidungsurkunden im alten Ägypten praktiziert wurden. Die Teilnehmer können sich auf eine liebevolle Reise durch die Geschichte begeben und mehr über magische Mittel erfahren, die zur Förderung von Liebe und Zuneigung eingesetzt wurden.

Abschließend lässt sich sagen, dass die Veranstaltung im Museum nicht nur ein unterhaltsames Erlebnis bietet, sondern auch einen tiefen Einblick in die komplexe Beziehung zwischen Liebe, Ehe und Familie im Alten Ägypten ermöglicht. Wer mehr über diese Themen erfahren möchte, findet weitere Informationen unter diesem Link. Die Entwicklungen in der ägyptischen Gesellschaft, die zur Modernisierung von Familienbildern führten, sind ebenso spannend wie die historischen Aspekte, die in den Führungen behandelt werden. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall!