Heute ist der 4.03.2026 und am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) findet eine bedeutende Militärübung statt. Unter dem Titel „Medic Quadriga 2026“ simulieren die Bundeswehr und mehrere Berliner Kliniken die medizinische Versorgung im Falle eines Nato-Bündnisfalls. Diese Übung, die vom 4. bis 7. März durchgeführt wird, konzentriert sich insbesondere auf die Rettungskette für verwundete Soldaten, angefangen vom Einsatzgebiet bis hin zur medizinischen Versorgung in den Krankenhäusern.
Insgesamt 1.000 Soldatinnen und Soldaten sowie etwa 250 zivile Personen nehmen an dieser groß angelegten Übung teil. Die beteiligten Kliniken sind die Charité (Standort Lichterfelde), das Vivantes-Klinikum in Neukölln sowie mehrere Brandenburger Krankenhäuser, unter anderem in Potsdam, Brandenburg an der Havel und Cottbus. Diese enge Zusammenarbeit zwischen militärischen und zivilen Gesundheitsdiensten ist ein wichtiger Schritt, um die Notfallversorgung im Krisenfall zu optimieren. Es wird ein Krisenstab gebildet, um alle Maßnahmen zu koordinieren und sicherzustellen, dass der Regelbetrieb der Krankenhäuser ungestört bleibt, eine Information, die auch von der Senatsgesundheitsverwaltung betont wird.
Ziel der Übung
Das Hauptziel von „Medic Quadriga 2026“ ist es, die medizinische Versorgung im Kriegsfall zu proben, insbesondere die Versorgung von Verwundeten. Diese Übung hat eine besondere Dringlichkeit erlangt, da sie die größte und komplexeste des Sanitätsdienstes der Bundeswehr seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine darstellt. Die Übung begann ursprünglich im Februar in Koblenz und wird nun in der Hauptstadtregion fortgesetzt.
Ein zentrales Element der Übung ist der Transport von Verwundeten aus Gefechtsgebieten nach Deutschland, wobei die Zusammenarbeit zwischen dem Sanitätsdienst der Bundeswehr und den zivilen Behörden im Vordergrund steht. Gesundheitssenatorin Ina Czyborra bezeichnete die Teilnahme an der Übung als einen Meilenstein in der Vorbereitung auf Not- und Krisenlagen. Sie hebt hervor, dass die Berliner Krankenhäuser eine Schlüsselrolle in der zivilen Verteidigung übernehmen sollen, ohne dass die reguläre notfallmedizinische Versorgung in Berlin beeinträchtigt wird.
Koordination und Durchführung
Die Übung wird größtenteils auf abgesperrtem Gelände durchgeführt, um sicherzustellen, dass die normalen Abläufe am Flughafen BER nicht gestört werden. Der Senatsgesundheitsverwaltung wurde ein Krisenstab einberufen, um die Patientenverteilung zu koordinieren. Es ist wichtig, dass die Teilnahme an der Übung keine Beeinträchtigung der notfallmedizinischen Regelversorgung hat.
„Medic Quadriga 2026“ stellt einen bedeutenden Schritt in der Vorbereitung auf mögliche Krisensituationen dar und zeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen militärischen und zivilen Einrichtungen ist. Die Übung wird von der Senatsgesundheitsverwaltung und den vier Berliner Krankenhäusern in enger Kooperation durchgeführt. Diese Initiative verdeutlicht die Notwendigkeit, auf unvorhersehbare Ereignisse vorbereitet zu sein und die Versorgung von Verwundeten in extremen Situationen zu gewährleisten. Für weitere Informationen kann die ausführliche Berichterstattung hier und hier nachgelesen werden.


