Massive Investition: Heizkraftwerk Charlottenburg bekommt neue Gasturbinen!
Charlottenburg-Wilmersdorf: Neuerung im Heizkraftwerk mit Genehmigung für Gasturbinen, geplante CO₂-Reduktion und Investitionen von 750 Mio. Euro.

Massive Investition: Heizkraftwerk Charlottenburg bekommt neue Gasturbinen!
Am 5. Januar 2026 hat das Entwicklungsstadt berichtet, dass das Genehmigungsverfahren für die geplante Umrüstung des Heizkraftwerks Charlottenburg erfolgreich abgeschlossen wurde. Die neue Anlage wird drei Gasturbinen umfassen, die bis Oktober 2028 installiert werden sollen. Das Projekt wird von der landeseigenen Berliner Energie und Wärme (BEW) betrieben, die seit Mai 2024 vollständig im Besitz des Landes Berlin ist.
Die Genehmigung für die neuen Gasturbinen erfolgte ohne Einwendungen, was einen Erörterungstermin überflüssig machte. Dennoch steht die formale Endgenehmigung durch das zuständige Landesamt noch aus. Im Rahmen des Umbaus sollen zwei der bisherigen Gasturbinen, die jeweils eine Leistung von 283 Megawatt erzeugen, ersetzt werden. Mit den neuen Anlagen wird die Gesamtkapazität um 11 Prozent erhöht, sodass die drei neuen Turbinen insgesamt 627 Megawatt leisten werden.
Investitionsvorhaben und Bedingungen
Das Investitionsvolumen für das ambitious Projekt beträgt rund 750 Millionen Euro. Ergänzend zu den Gasturbinen werden vier elektrische Heißwassererzeuger mit einer Gesamtleistung von 200 Megawatt installiert. Geplant ist, die neuen Gasturbinen zunächst mit Erdgas zu betreiben, mit einer perspektivischen Umstellung auf Wasserstoff. Dies könnte die CO₂-Emissionen um bis zu 50 Prozent reduzieren, wobei die Verfügbarkeit von grünem Wasserstoff jedoch noch unklar bleibt.
In Berlin sind etwa 700.000 Wohnungen an die Fernwärmeversorgung angeschlossen, was rund 32 Prozent aller Haushalte ausmacht. Das Heizkraftwerk Charlottenburg spielt eine zentrale Rolle für die Energieversorgung der Stadt und wird auch in Zukunft für die Fernwärme entscheidend sein. Trotz der Bedeutung des Projekts ist die Transformation der Fernwärme mit hohen Kosten verbunden. Fernwärmekunden zahlen bereits höhere Preise als Haushalte mit Gaskessel oder Wärmepumpe, und die Ausgaben für den Netzausbau sowie den Umbau des Kraftwerks müssen über die Preise refinanziert werden.
Finanzierungsherausforderungen
Ein weiteres Problem stellt die unzureichende Höhe der Fördermittel des Bundes für den Wärmenetzausbau dar. Diese könnten nicht ausreichen und zu einer potenziellen Finanzierungslücke führen, die das Projekt zusätzlich belasten könnte. Die landeseigene BEW steht somit vor großen Herausforderungen bei der Umsetzung dieser wichtigen Maßnahme zur Sicherstellung einer nachhaltigen Energieversorgung in Berlin.