Am Montag, den 23. März 2026, findet in der Mark-Twain-Bibliothek ein spannender Gesprächsabend statt, der sich unter dem Titel „Wie wollen wir leben?“ mit dem Erhalt baulicher Zeitzeugnisse der DDR beschäftigt. Die Veranstaltung beginnt um 20:00 Uhr, der Einlass erfolgt bereits ab 19:30 Uhr. Interessierte sind herzlich eingeladen, die Diskussion zu verfolgen, die kostenlos ist, jedoch wird um Spenden am Ausgang durch den Förderverein der Stadtbibliothek gebeten. Der Veranstaltungsort ist die Marzahner Promenade 55.
Für den Abend konnten zwei Experten gewonnen werden: Danuta Schmidt, eine erfahrene Journalistin, wird die Diskussion moderieren. Sie bringt ihre Kenntnisse aus der Architekturbranche ein, da sie unter anderem für den MDR-Hörfunk und RBB Fernsehen tätig ist. Christoph Liepach, ein Verleger und Fotograf, wird seine Perspektiven zu diesem Thema teilen und gleichzeitig seinen Bildband „Max braucht Gesellschaft“ präsentieren. Liepach hat an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig studiert und beschäftigt sich intensiv mit Architektur sowie Plattenbausiedlungen.
Der Fokus auf den Kulturpalast in Thüringen
Im Mittelpunkt der Diskussion steht der Kulturpalast des VEB Maxhütte Unterwellenborn in Thüringen, der seit 1987 unter Denkmalschutz steht, jedoch ungenutzt verfällt. Der Erhalt solcher Kulturdenkmale ist von zentraler Bedeutung, da sie Quellen und Zeugnisse menschlicher Geschichte und erdgeschichtlicher Entwicklung darstellen. Der Denkmalschutz in Deutschland hat nicht nur die Aufgabe, solche Gebäude zu schützen, sondern muss auch in städtebauliche und dörfliche Entwicklungen sowie in die Raumordnung und Landschaftspflege einbezogen werden. Dies ist eine hoheitlich-rechtliche Verantwortung, die von den Denkmalschutzbehörden wahrgenommen wird, wie auf gstb-thueringen.de beschrieben wird.
Die Diskussion wird sich auch mit der Wertschätzung und dem Schutz des baukulturellen Erbes beschäftigen. Dabei ist es wichtig zu betonen, dass Denkmäler ihre besondere Eigenschaft nicht erst mit der Eintragung in ein Denkmalbuch erwerben; vielmehr müssen bei Käufen oder baulichen Maßnahmen enge Abstimmungen mit den Denkmalschutzbehörden erfolgen.
Die Herausforderungen des Denkmalschutzes
Ein weiterer Aspekt, der in diesem Kontext nicht unerwähnt bleiben sollte, ist der alarmierende Verlust von Denkmalen in Deutschland. Täglich verschwinden historische Gebäude, oft unbemerkt. Es gibt keine bundesweiten Statistiken über den Bestand und die Entwicklung denkmalgeschützter Kulturschätze, was zu einer unklaren Vorstellung über die jährlichen Verluste an Geschichte und Kultur führt. Um dem entgegenzuwirken, wurde die Einführung eines „Schwarzbuchs der Denkmalpflege“ angeregt, das Denkmalverluste dokumentieren und aktuelle Herausforderungen aufzeigen soll. Dieses Schwarzbuch ist kostenlos als Broschüre oder zum Download erhältlich und soll auch Beispiele für erfolgreiche Denkmal-Rettungen enthalten. Die Öffentlichkeit wird zudem aufgerufen, verlorene oder gefährdete Denkmäler zu melden, um so einen Beitrag zum Schutz des kulturellen Erbes zu leisten, wie auf denkmalschutz.de erläutert wird.
Wir laden alle Interessierten ein, an diesem aufschlussreichen Abend teilzunehmen und gemeinsam über die Herausforderungen und Möglichkeiten des Denkmalschutzes zu diskutieren. Die Erhaltung unseres kulturellen Erbes liegt in unseren Händen!