Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe hat das neue Förderprogramm SolarPLUS ins Leben gerufen, das speziell für Photovoltaikanlagen konzipiert ist. Besonders profitieren können Eigenheimbesitzer in den Stadtteilen Marzahn-Hellersdorf, insbesondere in Biesdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf. Ab sofort können Zuschüsse für geplante Photovoltaikanlagen beantragt werden, was den Einstieg in die Solarenergie erheblich erleichtert. Das Programm bietet zwei Varianten: „SolarPLUS S“ für die Finanzierung von Modulen, Batteriespeichern und neuen Stromzählern sowie „SolarPLUS L“ für größere Dächer auf Gewerbehallen, Industriebauten oder Mehrfamilienhäusern, inklusive der Kostenübernahme für Planungen und spezielle Fassadenlösungen. Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic hebt die Umweltvorteile und die Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz hervor, die durch die Nutzung von Sonnenstrom erreicht werden kann. Anträge können jetzt einfacher und schneller digital über die Internetseite der IBB Business Team GmbH bearbeitet werden. Für das Programm stehen insgesamt 13 Millionen Euro zur Verfügung, und seit dem Start der Initiative im Jahr 2022 hat Berlin seine Solar-Kapazität bereits verdoppelt.
Der Start der neuen Förderperiode des SolarPLUS Programms wird am 09. Januar 2026 gefeiert, mit einem Programmvolumen von erneut 13 Millionen Euro. Die Förderstruktur wurde erweitert, um sowohl kleine als auch große Dachprojekte zu unterstützen. Die Beantragung wurde vereinfacht, sodass Anträge nun schneller bearbeitet werden können. Es wird zwischen verschiedenen Projektgrößen unterschieden: „SolarPLUS S“ fördert Solaranlagen auf Eigenheimen, einschließlich Pauschalen für Zählerschränke, Photovoltaikanlagen mit Speicher und denkmalgerechte Solaranlagen. „SolarPLUS L“ hingegen unterstützt größere Solaranlagen und deckt Kosten für Stromspeicher, Gutachten und spezielle Lösungen ab. Ein zentrales Ziel des Senats ist es, in den nächsten zehn Jahren 25 Prozent der Stromerzeugung aus Solarenergie zu gewinnen. Aktuell machen Anlagen über 20 kWp etwa 7 Prozent der installierten Anlagen aus, liefern aber bemerkenswerte 48 Prozent der Gesamtleistung. Seit Programmstart 2022 bis Ende 2025 wurden bereits 36.846 Anträge mit einem Fördervolumen von rund 41,8 Millionen Euro eingereicht, von denen 29.050 bewilligt wurden, was ein Bewilligungsvolumen von etwa 30,3 Millionen Euro bedeutet. Die installierte Leistung stieg von etwa 192 MWp auf beeindruckende 485 MWp, und bereits eingereichte Anträge behalten Gültigkeit mit der neuen Struktur. Weitere Informationen dazu sind auf der Webseite der IBB Business Team GmbH zu finden.
Förderung durch die Bundesnetzagentur
Ein weiterer Aspekt, der für Interessierte von Bedeutung ist, sind die Fördersätze für Solaranlagen, die von der Bundesnetzagentur veröffentlicht werden. Diese Fördersätze hängen vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme und der installierten Leistung der Solaranlage ab. Für Inbetriebnahmen, die zwischen dem 1. Februar 2026 und dem 31. Juli 2026 erfolgen, gelten spezielle Fördersätze. So beträgt die Einspeisevergütung für Solaranlagen bis 100 kW bei Teileinspeisung 12,34 ct/kWh, während bei Volleinspeisung 10,35 ct/kWh zur Verfügung stehen. Diese finanziellen Anreize sollen die Nutzung von Solarenergie weiter vorantreiben und somit einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten.
Insgesamt zeigt sich, dass Berlin und insbesondere die Bezirke Marzahn-Hellersdorf durch das SolarPLUS Programm und die ergänzenden Fördermaßnahmen bestrebt sind, die Solarenergie als nachhaltige und zukunftsorientierte Lösung zu fördern. Die Kombination aus finanzieller Unterstützung und der Möglichkeit zur digitalen Antragstellung macht es noch einfacher, in die Nutzung von Solarenergie einzusteigen und gleichzeitig von den Vorteilen der erneuerbaren Energien zu profitieren.