Heute ist der 22.02.2026 und in Marzahn-Hellersdorf ist der Winter in vollem Gange. In Niedersachsen warnen bereits Verkehrsschilder vor winterlichen Straßenverhältnissen, denn der Winter bringt vielerorts glatte Straßen mit sich. Diese gefährlichen Bedingungen machen die Nutzung moderner Assistenzsysteme besonders wichtig. Die Fahrzeuge der VW-Marken, darunter VW, Audi, Seat, Cupra und Skoda, haben in diesem Winter bereits rund 2,54 Millionen Mal vor glatten Straßenoberflächen gewarnt. Diese Warnungen basieren auf Reibwert-Daten, die die Assistenzsysteme durch das Messen des Schlupfes zwischen Reifen und Fahrbahn generieren.
Die anonymisierten Werte werden an eine zentrale Plattform weitergeleitet und in Echtzeit an Fahrzeuge in der Nähe gesendet. Es ist wichtig zu beachten, dass nur Fahrzeuge mit Car2X-Technik als Sender und Empfänger fungieren können. VW setzt diese Technik seit 2019 serienmäßig ein und europaweit sind mittlerweile mehr als zwei Millionen Fahrzeuge damit unterwegs. Gerade in Städten wie Berlin zeigt sich ein Ost-West-Gefälle bei Warnevents pro 100.000 gefahrene Kilometer. In Randbezirken wie Marzahn-Hellersdorf gibt es über 30 Ereignisse, während in Spandau weniger als zehn gemeldet werden. Solche Unterschiede in der Glätteverteilung können unter anderem mit Mikroklima, Bodenbeschaffenheit und baulichen Gegebenheiten zusammenhängen.
Moderne Assistenzsysteme für mehr Sicherheit
Moderne Assistenzsysteme sind nicht nur hilfreiche Begleiter, sie erhöhen auch die Sicherheit und den Komfort im Straßenverkehr, insbesondere im Winter. Schnee, Eis und extreme Temperaturen stellen hohe Anforderungen an Sensoren und Kameras. Diese Geräte müssen unter den widrigen Bedingungen zuverlässig arbeiten, doch Schnee auf Stoßstangen, Eis an Spiegeln und beschlagene Scheiben können ihre Funktion beeinträchtigen. Rutschige Fahrbahnen erfordern schnellere Reaktionen und präzisere Arbeitsweise der Systeme.
- Antiblockiersystem (ABS): Dieses System funktioniert unabhängig von Kameras und reagiert auf Raddrehzahlen sowie Fahrzeugbewegungen, was die Fahrstabilität auf glatten Straßen erheblich erhöht.
- Elektronische Stabilitätskontrolle (EPS): Sie stabilisiert das Fahrzeug in kritischen Fahrsituationen, ganz gleich, wie die äußeren Sichtbedingungen sind.
- Traktionskontrolle: Diese verhindert das Durchdrehen der Räder beim Beschleunigen auf glattem Untergrund und optimiert die Kraftübertragung der Antriebsräder.
- Allradantrieb: Verbessert das Anfahren und die Traktion auf rutschigen Straßen, indem er die Antriebskraft automatisch auf die Räder mit der besten Haftung verteilt.
Wartung und Zubehör für Assistenzsysteme
Für die volle Funktionsfähigkeit der kamerabasierten Assistenzsysteme ist eine regelmäßige Reinigung der Sensorflächen wichtig, da Schnee und Eis die Funktion beeinträchtigen können. Radarsysteme hingegen, wie der Abstandsregeltempomat und der Notbremsassistent, sind robuster bei winterlichen Bedingungen und unabhängig von Lichtverhältnissen. Um die Effizienz weiter zu steigern, können moderne Fahrzeuge mit beheizten Kameras, Radarsensoren und Windschutzscheiben ausgestattet werden, die Eis und Schnee schneller entfernen.
Wichtige Zubehörteile für Assistenzsysteme im Winter umfassen beheizte Windschutzscheiben, Spiegel- und Sensorheizungen für freie Sicht sowie hochwertige Scheibenreiniger mit Frostschutz und spezielle Reinigungstücher. Auch Winterreifen und Schneeketten spielen eine entscheidende Rolle, um die Funktion von Traktionskontrolle und Stabilitätsregelung zu unterstützen.
Die technologischen Fortschritte in der Fahrzeugtechnik sind beeindruckend, aber sie ersetzen nicht das vorsichtige Fahren im Winter. Es ist ratsam, Warnmeldungen stets zu beachten und sich der winterlichen Straßenverhältnisse bewusst zu sein. Die Kombination aus moderner Technik und verantwortungsvollem Fahrverhalten ist der Schlüssel zu sichereren Fahrten in der kalten Jahreszeit.
Für weitere Informationen zu Fahrerassistenzsystemen und deren Funktionsweise können Sie einen Blick auf die umfassenden Erklärungen des ADAC werfen.