Die Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung hat am 4. Februar 2026 ein neues Förderprogramm ins Leben gerufen: „Queeres Leben in den Bezirken“. Dieses Programm richtet sich gezielt an lokale Vereine, Institutionen und Ehrenamtliche in Marzahn-Hellersdorf, die bis zum 15. Februar 2026 Projektvorschläge einreichen können. Die Queerbeauftragte des Bezirks, Vanessa Krah, steht als Ansprechperson für die Einreichungen zur Verfügung. Mit einem Gesamtbudget von 250.000 Euro sollen Projekte gefördert werden, die sich mit dem Wirken von Magnus Hirschfeld auseinandersetzen oder Dialogräume für Solidarität, Zusammenhalt und Grundrechte schaffen. [Quelle]
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Aktionen zum Magnus Hirschfeld Tag, für den im Mai 2026 bereits 50.000 Euro bereitgestellt werden. Unter dem Motto “Berlin schützt den Regenbogen” soll die Sichtbarkeit der queeren Emanzipationsbewegung gestärkt werden. Neben diesem Förderbereich stehen weitere 200.000 Euro zur Verfügung, um die queere Infrastruktur in Randlagen und Kiezen mit geringem Angebot auszubauen. Ziel ist es, insbesondere die Jugendarbeit sowie Angebote für ältere LSBTIQ+ und intersektionale Projekte zu fördern. Kooperationen zwischen verschiedenen Bezirken sind dabei ausdrücklich erlaubt.
Wichtige Fristen und Einreichung
Die Projektträger haben bis zum 1. Dezember 2026 Zeit, ihre Mittel auszugeben und die Projekte abzurechnen. Konzeptentwürfe können unkompliziert per E-Mail an das Büro der Queerbeauftragten Marzahn-Hellersdorf eingereicht werden. Diese Initiative ist nicht nur ein Schritt zur Förderung queerer Vereine und Initiativen, sondern auch eine Antwort auf die gesellschaftlichen Bedürfnisse, wo ihre Arbeit besonders gebraucht wird. [Quelle]
Die Bedeutung dieser Förderung wird durch verschiedene Projekte unterstrichen, die in der Vergangenheit bereits erfolgreich umgesetzt wurden. So wurden beispielsweise Fördermittel an die Deutsche Gesellschaft für Trans– und Intergeschlechtlichkeit für das Projekt „TIN-Geschichte Wiki“ vergeben, oder an das Netzwerk Queere Schwangerschaften für eine Studie zur Bedarfsanalyse in der Geburtshilfe. Solche Initiativen zeigen, wie wichtig die Unterstützung und Sichtbarkeit von queeren Themen in der Gesellschaft ist. [Quelle]


