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Heute ist der 3.03.2026 und in Marzahn-Hellersdorf wird bald ein wichtiger Krisengipfel zu feministischer Stadtpolitik stattfinden. Am 13. März 2026 lädt Katalin Gennburg (MdB) von der Fraktion Die Linke, zusammen mit der Helle Panke und der Rosa-Luxemburg-Stiftung, zu einer Veranstaltung ein, die sich mit den dringendsten Fragen der Stadtentwicklung und der Verbesserung der Nahversorgung beschäftigt. Die Situation in der Region ist alarmierend: Schließungen von Ärzten, Apotheken und Jugendzentren sowie der Leerstand von Kiezkneipen sind nur einige der Herausforderungen, die die Gemeinschaft betreffen. Besonders die Ungleichheit in der Betroffenheit von Krisen zeigt sich hier, etwa in der Kinderbetreuung, der Pflege von Angehörigen und der Abhängigkeit vom öffentlichen Nahverkehr.

Die Veranstaltung bietet ein umfassendes Programm, das bereits um 9:30 Uhr mit dem Einlass beginnt. Ab 10:00 Uhr wird ein Fachgespräch im Bundestag stattfinden, in dem verschiedene Expertinnen und Politikerinnen zu Wort kommen. Nach einer Mittagspause folgt ein Spaziergang durch Marzahn-Hellersdorf, bevor am Nachmittag Workshops zu Themen wie Leerstandsnutzung und Stadtplanung angeboten werden. Den Abschluss bildet eine Podiumsdiskussion mit internationalen Gästen, die sich auf den Austausch über Stadtentwicklung und Sorgearbeit konzentriert. Bis zum 9. März 2026 können sich Interessierte anmelden. Die Veranstaltungsorte sind sowohl das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus im Deutschen Bundestag als auch das „KOMPASS – Haus im Stadtteil“ in Berlin-Hellersdorf. Zielgruppe sind Initiativen, Expertinnen, Politikerinnen sowie Bürgerinnen und Bürger, die an einer solidarischen Stadtgestaltung interessiert sind. Weitere Informationen sind auf der Website von Die Linke zu finden (hier).

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Die Bedeutung feministischer Stadtplanung

Ein zentrales Anliegen der feministischen Stadtplanung ist die Entwicklung städtebaulicher Entwürfe, die die vielfältigen Bedürfnisse von Frauen berücksichtigen. Oftmals sind gegenwärtige Stadtplanungen auf die Bedürfnisse eines weißen, heterosexuellen, körperlich gesunden Cis-Mannes zwischen 15 und 60 Jahren ausgerichtet. Dabei haben Frauen, unabhängig von ihrer körperlichen Gesundheit, spezifische Anforderungen und Herausforderungen in urbanen Räumen. Es ist wichtig, das Alltagsleben von Frauen in seiner Vielfalt und Mühseligkeit zu verstehen, um eine inklusive Stadtgestaltung zu ermöglichen.

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Feministische Stadtplanung hat ihren Ursprung im Kampf für Frauenrechte und geht über diesen hinaus, indem sie sich aktiv gegen Unterdrückung und Marginalisierung einsetzt. Ein zentrales Anliegen hierbei ist die Analyse von Ungerechtigkeiten und Machtstrukturen. Besonders in der Stadtplanung wird häufig die unterschiedliche Lebensrealität von Frauen und Männern übersehen. Diese Genderblindheit führt dazu, dass die Bedürfnisse von Menschen mit Betreuungspflichten, oft Frauen, nicht ausreichend berücksichtigt werden. Städte wie Wien, Berlin, München, Paris und Barcelona sind bereits aktiv in der Umsetzung feministischer Stadtplanung, die darauf abzielt, sicherere und zugänglichere städtische Räume für alle Bevölkerungsgruppen zu schaffen (hier).

Ein Schritt in die richtige Richtung

Der bevorstehende Krisengipfel in Marzahn-Hellersdorf stellt einen bedeutenden Schritt dar, um die Herausforderungen der Stadtentwicklung und der Nahversorgung anzugehen. Die Themen, die hier diskutiert werden, sind besonders relevant für die Schaffung einer „Stadt der kurzen Wege“, die für die Vereinbarkeit von Erwerbs- und Versorgungsarbeit entscheidend ist. Eine gendergerechte Stadtplanung erfordert nicht nur qualitativ hochwertige öffentliche Räume, sondern auch gut gestaltete Straßenräume, die den Alltag der Menschen erleichtern.

Die Umsetzung feministischer Stadtplanung kann auch positive Auswirkungen auf die Entwicklungszusammenarbeit haben und trägt dazu bei, eine gerechtere Gesellschaft zu schaffen. Indem wir die Bedürfnisse aller Bevölkerungsgruppen in den Mittelpunkt stellen, können wir gemeinsam an einer solidarischen Stadt arbeiten, die für alle zugänglich und nutzbar ist.