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Die Helle Tierarche in Hellersdorf ist ein beliebtes Ausflugsziel und beherbergt bedrohte Nutztierrassen. Leider bleibt der Streichelzoo seit Anfang März 2026 geschlossen. Grund für diese Schließung sind Baumaßnahmen, die vom Bezirksamt angeordnet wurden. Der Betreiber, der Verein Helle Tierarche e. V., hat keine Erlaubnis, Tiere gewerbsmäßig zur Schau zu stellen. Diese Zurschaustellung wird als gewerbsmäßig eingestuft, weil der Verein Spenden in Höhe von 2 Euro für das Füttern der Tiere sammelt. Besorgte Hinweise aus der Bevölkerung und amtliche Kontrollen führten zu Bedenken bezüglich des Tierwohls, insbesondere in Bezug auf Rattenbefall und unzureichende Wasserversorgung für die Tiere.

Am 19. Februar 2026 wurde die Zurschaustellung untersagt. Das Bezirksamt bezeichnete die Schließung als „letztes Mittel“ und stellte fest, dass die Tierarche seit 2013 betrieben wird, jedoch erst 2025 von der gewerblichen Zurschaustellung erfahren hatte. Ein Foto, das die schlechten Zustände in der Tierarche zeigt, wurde am 2. März 2025 aufgenommen und wirft Fragen zur Reaktion des Amts auf. Der stellvertretende Vorsitzende des Vereins widerspricht den Darstellungen des Bezirksamts und betont, dass die Tierarche kein gewerblicher Betrieb sei. Er argumentiert, dass die Rattenplage eingedämmt sei und die Tiere im Winter Zugang zu Wasser hatten. Der Verein befürchtet eine dauerhafte Schließung und ist auf Spenden angewiesen, während das Bezirksamt betont, dass kein Interesse an einer dauerhaften Schließung besteht und eine nachhaltige Lösung angestrebt wird.

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Auswirkungen der Maul- und Klauenseuche

Zusätzlich zu den Herausforderungen, mit denen die Helle Tierarche konfrontiert ist, gab es in der Region Marzahn-Hellersdorf und darüber hinaus auch Einschränkungen aufgrund der Maul- und Klauenseuche (MKS). MKS wurde im Januar 2025 bei einem Wasserbüffel in Hönow festgestellt, was zu einer Sperrung in mehreren Bezirken führte. Herr Mehl, der Leiter der Veterinäraufsicht, informierte in einer Sitzung des Bezirksamts, dass die letzte Sperrzone mittlerweile aufgehoben wurde und alle Untersuchungen negativ waren. Deutschland erhielt den Status “MKS-frei ohne Impfung” für alle Landesteile zurück, was bedeutete, dass die Einschränkungen des Tier- und Warenverkehrs, die seit dem 10. Januar 2025 bestanden hatten, nun entfallen.

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Diese Situation zeigt, wie eng Tierhaltung, Gesundheit und öffentliche Wahrnehmung miteinander verknüpft sind. In anderen Tierparks, wie im Suhler Tierpark, dürfen Besucher vorerst keine Ziegen streicheln, und auch in anderen Einrichtungen sind begehbare Gehege geschlossen, um das Risiko der Verbreitung von MKS zu minimieren. Tierparkleiter betonen die Vorsicht, um keine Tiere zu verlieren, während die Stadtverwaltung in Suhl die Schließung mitgeteilt hat.

Ein Ausblick auf die Zukunft

Die Helle Tierarche steht also vor einer ungewissen Zukunft. Die Schließung aufgrund der fehlenden Genehmigung und die aufgetretenen Probleme mit dem Tierwohl sind ernstzunehmende Herausforderungen. Gleichwohl gibt es auch positive Entwicklungen in Bezug auf die MKS, die die Hoffnung auf eine baldige Wiedereröffnung der Tierarche nähren könnten. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickeln wird und ob eine nachhaltige Lösung für die Tiere und den Verein gefunden werden kann.

Für weitere Informationen zur Hellen Tierarche und den aktuellen Entwicklungen können Sie den Artikel auf Morgenpost nachlesen. Informationen zur Maul- und Klauenseuche finden Sie auf Juliane Witt und zur allgemeinen Situation in Tierparks auf Süddeutsche.de.