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Der Bezirk Marzahn-Hellersdorf wird am 18. und 19. März 2026 zum Schauplatz des 26. Dialogforums des Programms „Kinderfreundliche Kommunen“. Diese Veranstaltung hat eine besondere Bedeutung, da sie zum ersten Mal in Berlin stattfindet. Delegierte aus mehr als 60 „Kinderfreundlichen Kommunen“ sowie Fachleute und Verantwortliche aus Politik, Verwaltung und der Kinder- und Jugendhilfe werden zusammenkommen, um über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Best-Practice-Beispiele beim Schutz und der Stärkung von Kinderrechten zu diskutieren. Im Fokus des diesjährigen Dialogforums steht das Thema Kinderarmut, ein Problem, das in Marzahn-Hellersdorf besonders ausgeprägt ist.

Jedes vierte Kind in Marzahn-Hellersdorf wächst in Armut auf, und 36 Prozent der Haushalte werden von Alleinerziehenden geführt. Dies stellt die Bezirksverwaltung vor besondere soziale Herausforderungen. Dominik Bär, Geschäftsführer von Kinderfreundliche Kommunen e. V., hebt die Wichtigkeit des Aktionsplans von Marzahn-Hellersdorf hervor, der auf die Umsetzung von Kinderrechten abzielt. Der Bezirksstadtrat für Jugend, Gordon Lemm, beschreibt die weitreichenden Auswirkungen von Armut auf die Lebensrealität von Kindern und Jugendlichen in der Region.

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Maßnahmen zur Kinderarmutsprävention

Die Bezirksverwaltung hat verschiedene Strategien entwickelt, um der Kinderarmut entgegenzuwirken. Dazu gehören präventive Maßnahmen, die frühe Unterstützung für Familien, gesunde Kindertagesstätten und wohnortnahe Freizeitangebote umfassen. Ziel dieser Initiativen ist es, dass jedes Kind in Marzahn-Hellersdorf gut und gesund aufwachsen und seine Fähigkeiten entfalten kann. Der Bezirk, der im Nordosten Berlins liegt und eine Bevölkerung von 273.731 Menschen zählt, hat eine erhebliche Anzahl von Kindern und Jugendlichen: 70.522, von denen 42,2% in verheirateten Elternhäusern leben und 38,2% aus alleinerziehenden Familien stammen – der höchste Wert in Berlin.

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Zusätzlich unterstützt das Bündnis für Kinder sowie ein Netzwerk für Alleinerziehende die Belange von Familien. Ein innovatives Angebot ist der Familiengutschein, der Eltern bei der Geburt eines Kindes oder für Kinder bis zwei Jahre zur Verfügung steht. Dieser Gutschein kann für verschiedene Angebote wie Babyschwimmen, Babymassagen und Elternkurse genutzt werden. Marzahn-Hellersdorf verfügt über ca. 128 Kindertagesstätten mit über 13.000 Plätzen und 34 Jugendfreizeiteinrichtungen sowie 46 Schulen, darunter fünf Gymnasien. Das Programm „Kinderfreundliche Kommunen“ zielt darauf ab, die demokratische Teilhabe von Kindern und Jugendlichen zu fördern und ihre Interessen zu vertreten.

Die komplexen Auswirkungen von Armut

Die Herausforderungen, die sich aus der Kinderarmut ergeben, sind vielschichtig. Fachkräfte müssen verschiedene Aspekte im professionellen Handeln berücksichtigen, da die Folgen von Armut stark variieren können. Faktoren wie Alter, Migrationsgeschichte, Sprachkompetenz, Familiensituation und regionale Gegebenheiten spielen eine entscheidende Rolle. Die Auswirkungen finanzieller Ressourcenknappheit betreffen nicht nur die Ausstattung im privaten Lebens- und Lernumfeld, sondern auch den Zugang zu Lernmaterialien, Computer und Internet sowie Freizeitmöglichkeiten.

Es ist daher wichtig, dass Fachkräfte über staatliche familienbezogene oder Sozialleistungen informiert sind, darunter Kindergeld, Kinderzuschlag, Wohngeld und Bürgergeld. Informationen zu diesen Leistungen sind auf der Sozialplattform erhältlich, einschließlich der erforderlichen Antragsformulare. Zudem ist die Kenntnis über lokale (kostenfreie und vergünstigte) Angebote von Vorteil, wie etwa Schulessen, Lern- oder Nachhilfeangebote sowie regionale Förderprogramme. Weitere Informationen sind auf der Internetseite „Kinderfreundliche Kommune Marzahn-Hellersdorf“ verfügbar, wo sich Interessierte umfassend über die Maßnahmen und Angebote im Bezirk informieren können.