In der lebendigen Welt der Erinnerungen und Alltagsgegenstände wird am 3. März 2026 das neue Buch von Torsten Harmsen mit dem Titel „Broiler, Wimpel, Westpaket“ veröffentlicht. Dieses Werk, das bereits jetzt für viel Gesprächsstoff sorgt, verspricht eine spannende Erkundung von 55 Alltagsgegenständen aus Harmsens ostdeutscher Kindheit und Jugend in den 70er und 80er Jahren. Der Autor, Jahrgang 1961, hat die Besonderheiten und den Einfluss dieser Dinge auf das Leben seiner Generation festgehalten, wobei er sowohl nostalgische als auch kritische Blicke auf den Wandel von Sprache und Werten wirft. Die Gegenstände, die Harmsen in seinem Buch beschreibt, reichen vom Kassettenrekorder über die Teppichklopfstange bis hin zu Jeans und Schallplatten, und regen zum Nachdenken über die Vergänglichkeit und Bedeutung im Alltag an.
Für die Präsentation seines Buches wird Danuta Schmidt, eine erfahrene Journalistin und Moderatorin, am 15. Februar 2026 um 20:00 Uhr in der Stadtbibliothek Marzahn-Hellersdorf mit Harmsen ins Gespräch kommen. Die Veranstaltung ist kostenlos, doch um eine Spende an den Förderverein Stadtbibliothek Marzahn-Hellersdorf e.V. wird gebeten. Der Einlass beginnt bereits um 19:30 Uhr, und Interessierte können sich telefonisch unter (030) 54 704 142 oder per Mail an Benita Hanke anmelden. Es sei darauf hingewiesen, dass während der Veranstaltung Fotos und Videos gemacht werden, die veröffentlicht werden können.
Ein Blick auf die ostdeutsche Identität
Das Buch „Broiler, Wimpel, Westpaket“ wird als ein wichtiges Stück Kulturerbe der ostdeutschen Sprache und Erinnerungen beschrieben und bietet somit einen spannenden Kontext in einer Zeit, in der die Frage nach der ostdeutschen Identität immer noch von Bedeutung ist. Im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig wird etwa diskutiert, ob die DDR auch heute noch ein Thema ist. Viele Besucher äußern, dass es trotz aller Herausforderungen „trotzdem unsere Heimat“ war. 35 Jahre nach der Friedlichen Revolution bleibt die DDR für viele ein identitätsstiftendes Element, und Ostdeutsche identifizieren sich zunehmend mit ihrer regionalen Herkunft, wie der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger, betont.
Diese Identitäten sind vielschichtig und werden durch die Erfahrungen der Menschen, die in und mit der DDR gelebt haben, geprägt. Initiativen wie das „OSTEN Festival“ und „3te Generation Ost“ sind wichtige Schritte, um das ostdeutsche Selbstbewusstsein zu fördern und die Erinnerungen und Lebensleistungen der Ostdeutschen sichtbar zu machen. Jüngere Generationen, die die DDR nicht erlebt haben, zeigen ein wachsendes Interesse an ostdeutschen Identitäten, was zeigt, dass der Begriff „Ostbewusstsein“ eine dynamische und veränderbare Selbstverortung darstellt, die über die kollektive ostdeutsche Identität hinausgeht.
Insgesamt bietet die Veranstaltung mit Danuta Schmidt und Torsten Harmsen nicht nur die Möglichkeit, mehr über das Buch „Broiler, Wimpel, Westpaket“ zu erfahren, sondern auch einen wertvollen Raum für Reflexion über die komplexen Identitäten, die aus der Geschichte der DDR hervorgegangen sind.