In Berlin stehen spannende Zeiten bevor: Ab Juni 2026 werden fünf neue weiterführende Schulen eröffnet, die insgesamt rund 4.050 neue Schulplätze bieten werden. Diese Initiative wird von der landeseigenen Howoge umgesetzt und zielt darauf ab, die Bildungslandschaft der Hauptstadt maßgeblich zu erweitern. Die neuen Schulen werden in den Bezirken Mitte, Tempelhof-Schöneberg, Marzahn-Hellersdorf, Treptow-Köpenick und Friedrichshain-Kreuzberg errichtet und sind Teil der Berliner Schulbauoffensive, die darauf abzielt, die infrastrukturellen Voraussetzungen für die Bildung im Land zu verbessern. Mehr Informationen zu diesem Vorhaben können in der Quelle nachgelesen werden (t-online).
Die größte der neuen Schulen wird die Gemeinschaftsschule Adlershof in Treptow-Köpenick sein. Mit einer Fläche von 3,5 Hektar wird sie Platz für rund 1.400 Schüler bieten. Die Schule wird eine dreizügige Primarstufe, eine sechszügige Sekundarstufe I sowie eine vierzügige gymnasiale Oberstufe umfassen. Zudem sind zwei Sporthallen mit sechs Hallenteilen Teil des Schulcampus. Auch in Mitte wird ein modernes vierzügiges Gymnasium an der Schulstraße Ecke Iranische Straße errichtet, welches 664 Schulplätze bereitstellt und eine Doppel-Sporthalle integriert, die auch dem Vereinssport zugutekommen wird.
Schulneubauten für die Zukunft
In Tempelhof-Schöneberg entsteht eine sechszügige Integrierte Sekundarschule an der Eisenacher Straße mit 600 Plätzen. Die aktuelle Schulgemeinschaft der Schule am Berlinickeplatz wird im Schuljahr 2026/27 in das neue Gebäude umziehen. Auch in Marzahn-Hellersdorf wird eine neue integrierte Sekundarschule mit 600 Plätzen an der Garzauer Straße 30 gebaut. Das Areal, auf dem die Schule errichtet wird, war seit der Jahrtausendwende ungenutzt. Abschließend wird das neue Heinrich-Hertz-Gymnasium in Friedrichshain-Kreuzberg zwischen der Langen Straße und der Müncheberger Straße gebaut und bietet 784 Schulplätze, was eine Erweiterung von 166 Plätzen im Vergleich zu den bisherigen Kapazitäten darstellt.
Die Howoge ist eine der kommunalen Wohnungsunternehmen in Berlin und verantwortlich für insgesamt 37 Schulen mit rund 26.900 Schulplätzen, darunter 19 Neubauten und 11 Sanierungen. Die Übergabe der Neubauten an die Bezirke erfolgt zum Schuljahr 2026/27, und es sind bereits vier weitere Bauvorhaben in Planung, darunter zwei Grundschulen in Lichtenberg und eine Gemeinschaftsschule in Spandau (Howoge).
Hintergrund zur Berliner Schulbauoffensive
Die Berliner Schulbauoffensive hat ihren Ursprung im Jahr 2018, als ein nichtoffener Realisierungswettbewerb für Architekten ins Leben gerufen wurde. Der Wettbewerb, der von dem Büro Bruno Fioretti Marquez GmbH aus Berlin gewonnen wurde, zielt darauf ab, ein modulares Typenprogramm für drei- und vierzügige Grundschulen sowie dazugehörige Sporthallen zu entwickeln. Diese modulare Planung beschleunigt den Planungs- und Bauprozess, sodass die Schulen in einer Bauzeit von nur 18 Monaten realisiert werden können. Somit können die neuen Schulen schnellstmöglich den Schülern zur Verfügung stehen und die Bildungsinfrastruktur Berlins erheblich verbessern (berlin.de).

