Marzahn feiert: Umbenennung der Springpfuhlstraße zum Denkmal der Kosmonauten!
Entdecken Sie die Geschichte Marzahn-Hellersdorfs: von der Umbenennung der Springpfuhlstraße bis zu den Lebensbedingungen in den 70ern.

Marzahn feiert: Umbenennung der Springpfuhlstraße zum Denkmal der Kosmonauten!
Am 22. September 1978 wurde in Marzahn die Springpfuhlstraße in Allee der Kosmonauten umbenannt, ein bedeutendes Ereignis, das von Anwesenheit der Kosmonauten Sigmund Jähn und Waleri Bykowski begleitet wurde. An diesem Tag stand die Baustelle in Marzahn still, was die Bedeutung der Umbenennung unterstrich. Die Umbenennung symbolisiert die Entwicklung der Region in den 70er und 80er Jahren, als in den neuen Stadtbezirken am Stadtrand von Ostberlin schnell Wohnblöcke entstanden. Diese Neubauten waren für viele Berliner sehr begehrt, da sie moderne Annehmlichkeiten wie Warmwasser aus der Wand und ausreichend Platz für Möbel boten.
Die Umgebung dieser Wohngebäude war ebenfalls ansprechend gestaltet. In der Nähe befanden sich Klubgaststätten und Kaufhallen, die das soziale Leben bereicherten. Zu den beliebten Veranstaltungen zählten das Volksfest „Marzahner Frühling“, Disco-Abende in der „Feuerwache“ sowie Rassehundeausstellungen in Biesdorf. Das Westfernsehen widmete sich dem Leben in Marzahn und trug zur Bekanntheit des Stadtteils bei.
Das Leben in Marzahn
In den benachbarten Stadtteilen Biesdorf, Mahlsdorf und Kaulsdorf war das Leben dörflich geprägt, was den Bewohnern eine besondere Lebensqualität bot. Beliebte Persönlichkeiten wie der Schlagerstar Frank Schöbel und die Musikerfamilie Bause machten die Region zusätzlich bekannt. Ein schöner Ort für alltägliche Einkäufe war der Kaufmannsladen von Familie Staaks, wo spezielle Produkte wie Erdnussflips und Weinbrandbohnen erhältlich waren.
Die Fotodokumentation und die Sendung „Berlin wie es einmal war“ thematisieren den Alltag in den neuen Ostberliner Bezirken und bieten einen tiefen Einblick in diese wechselvolle Geschichte. In dieser Sendung kommen zahlreiche Berliner Persönlichkeiten zu Wort, darunter Wolfgang Ziegler, Micaela Schäfer, Juliane Duda, Marianne Serowski, Wiebke Hollersen, Martina Tschauder, Peter Wilke, Ute Kampschulte und Karl-Heinz Gärtner, die ihre Erinnerungen an die damalige Zeit teilen und sowohl positive als auch herausfordernde Aspekte des Lebens in Marzahn reflektieren.
Dieser Blick zurück in die Geschichte Marzahns zeigt, wie tief verwurzelt das ehemals dörfliche Leben in der Region noch ist und wie es sich im Laufe der Jahre verändert hat. Für viele Berliner bleibt Marzahn ein Ort voller Geschichten und Erinnerungen an die Vergangenheit.