Heute ist der 26.02.2026 und im Bezirk Lichtenberg wird eine bemerkenswerte Initiative gefeiert, die das Bewusstsein für die Nöte wohnungsloser Menschen in der kalten Jahreszeit schärft. Bezirksbürgermeister Martin Schaefer hat die erfolgreiche Verteilung von Kaffeepäckchen an vier Einrichtungen der Berliner Kältehilfe bekannt gegeben. In diesem Jahr konnten insgesamt 723 Kaffeepäckchen gesammelt werden, was das letztjährige Ergebnis von über 670 Päckchen übertrifft. Diese Aktion wurde von dem Einzelhändler Ralf Oelmann organisiert, der zudem eine mögliche Geldspende von 2.500 Euro für lokale Kältehilfeeinrichtungen in Aussicht stellt.

Die begünstigten Einrichtungen sind unter anderem die Karuna e. V. Notübernachtung Haus Sophie, Merkur e. V. in der Wollenberger Str. 10, Open-Med Berlin-Lichtenberg in der Irenenstraße 20 und der TagesTreff für Wohnungslose und Bedürftige in der Weitlingstraße 11. Diese Einrichtungen sind essentielle Anlaufstellen für Menschen in Not und bieten Unterstützung in Form von Übernachtungsmöglichkeiten, warmen Mahlzeiten und Beratungsangeboten.

Kaffeewette als Gemeinschaftsaktion

Die Berliner Kaffeewette wurde 2019 von Michael Lind ins Leben gerufen und hat das Ziel, Einrichtungen für wohnungslose Menschen während der kalten Monate zu unterstützen. In diesem Jahr nahmen alle 12 Berliner Bezirke an der Aktion teil, wobei der Bezirk Reinickendorf erneut als Sieger hervorging. Bezirke, die über 500 Päckchen sammeln, erhalten eine zusätzliche Spende von 2.500 Euro für ihre Kältehilfeprojekte. Die Regeln der Kaffeewette sind klar: Nur Kaffeepulver und Kaffeebohnen zählen, Kaffeekapseln hingegen nicht. Diese Initiative fördert nicht nur die Hilfe für Bedürftige, sondern stärkt auch das Gemeinschaftsgefühl unter den Berlinerinnen und Berlinern.

Die Aktion fand vom 19. Januar bis 5. Februar 2026 statt und es wurden insgesamt beeindruckende 18.847 Kaffeepakete gesammelt. Besonders der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf zeigte Engagement und sammelte 1.011 Pakete, wodurch er ebenfalls die zusätzliche Spende von 2.500 Euro erhielt. Bezirksbürgermeisterin Kirstin Bauch hob in diesem Zusammenhang das Gefühl der Solidarität hervor, das die Kaffeewette in der Stadt hervorruft.

Hintergrund zur Wohnungslosenhilfe in Berlin

In Berlin leben schätzungsweise bis zu 6.000 obdachlose Menschen und über 50.000 wohnungslose Menschen. Die Wohnungslosenhilfe in der Stadt wurde 1989 von Kirchengemeinden, Wohlfahrtsverbänden und der Senatsverwaltung ins Leben gerufen. Die Berliner Johanniter sind seit 2012 aktiv in der Wohnungslosenhilfe und bieten neben Übernachtungsmöglichkeiten auch warme Mahlzeiten, medizinische Hilfe sowie Hygieneangebote und professionelle Beratung an. Die Johanniter betreiben unter anderem die Notübernachtung „Ohlauer 365“, die täglich von 20 bis 8 Uhr geöffnet ist und Platz für 88 Männer bietet, inklusive Plätze für Hundebesitzer.

Darüber hinaus gibt es verschiedene Angebote wie das „Café Krause“, das von November bis März warme Mahlzeiten und Getränke für Bedürftige bereitstellt, und den „Ort der Wärme“ im Humboldt Forum, der in der Kältesaison 23/24 über 12.000 Menschen versorgte. Diese Initiativen sind von großer Bedeutung, um den Bedürfnissen der obdachlosen Bevölkerung in Berlin gerecht zu werden und ein Gefühl der Gemeinschaft und Unterstützung zu schaffen.

Die Kaffeewette und die damit verbundenen Aktionen zur Kältehilfe zeigen, wie wichtig es ist, sich für die Schwächeren in unserer Gesellschaft einzusetzen und gemeinsam eine Lösung für die Herausforderungen der Wohnungslosigkeit zu finden. Weitere Informationen über die Kältehilfe und Möglichkeiten zur Unterstützung sind auf den Webseiten der jeweiligen Einrichtungen zu finden.