Heute, am 25. Februar 2026, ist es endlich so weit: Die XXL-Straßenbahn Urbanliner von Alstom wird in Berlin auf der vielbefahrenen Linie M4 in Betrieb genommen. Ursprünglich war der Start für Anfang 2025 geplant, doch durch verschiedene Verzögerungen und technische Prüfungen verschob sich der Einsatz auf nunmehr Februar 2026. Doch was steckt hinter dieser neuen Tram-Generation und warum war der Weg dorthin so steinig?
Die Urbanliner ist ein wahres Raumwunder: Mit einer Länge von fast 51 Metern bietet sie Platz für bis zu 312 Fahrgäste. Diese neue Tram-Generation soll die stark frequentierte Linie M4 entlasten, die täglich etwa 100.000 Menschen befördert. Den offiziellen Start, der für den 16. Februar angesetzt war, musste die BVG jedoch kurzfristig absagen, da ausstehende Prüfungen und Nachberechnungen zur finalen Zulassung durch die Technische Aufsichtsbehörde (TAB) noch nicht abgeschlossen waren. Insbesondere die Berechnungen zur Tragfähigkeit der Tunnelanlagen unter dem Alexanderplatz waren von Bedeutung, da die BVG nachweisen musste, dass keine Gefahren für die Bauten entlang der Strecke ausgehen.
Technische Herausforderungen und Lösungen
Die BVG hatte ursprünglich ihre Berechnungen am 13. Februar abgeschlossen, doch die TAB wies diese zurück, da falsche Lastannahmen verwendet worden waren. Die BVG ist nun gefordert, eine neue Lastberechnung mit korrekten Messannahmen vorzulegen, was in dieser oder der kommenden Woche geschehen soll. Trotz dieser Herausforderungen gibt es jedoch keine Software- oder Bremsprobleme mit dem Fahrzeug, sodass der Genehmigung letztlich nichts im Wege steht.
Das Leergewicht des Urbanliners beträgt 63,5 Tonnen, während das zulässige Gesamtgewicht 100 Tonnen beträgt. Dies führt zu intensiven Prüfungen der Statik auf verschiedenen Streckenabschnitten, insbesondere bei Brücken, wie in Hohenschönhausen. Diese müssen Gutachten und Nachweise zur sicheren Querung durch schwerere Züge vorlegen. Nach dem erfolgreichen Start auf der M4 plant die BVG, die Urbanliner auch auf den Linien M5 und M6 einzusetzen.
Ein Blick in die Zukunft
Die neue Tram-Generation ist nicht nur ein technisches Meisterwerk, sondern auch ein umweltfreundliches Verkehrsmittel. Im Vergleich zum PKW spart der Urbanliner rund das Siebenfache an Emissionen. Ausgestattet mit modernster Technik erfüllt die Tram die steigenden Anforderungen an Sicherheit, Barrierefreiheit und Komfort. Die Breite von 2,40 Metern sorgt zudem für ein entspanntes Raumgefühl für die Fahrgäste.
Um die Anforderungen der neuen Fahrzeuggeneration zu erfüllen, wird außerdem ein neuer Betriebshof in Weißensee gebaut. Die BVG hatte bereits im Dezember 2020 20 Urbanliner bei Alstom bestellt, und die erste Tram wurde im Juli 2024 ausgeliefert. Mit der Vorstellung der XXL-Tram im Sommer 2024 begann ein neuer Abschnitt in der Geschichte des öffentlichen Nahverkehrs in Berlin.
Obwohl es zu Verzögerungen kam, stehen die Zeichen jetzt auf Fortschritt. Der Urbanliner ist bereit, die Straßen Berlins zu erobern und das Bild der Stadt nachhaltig zu verändern. Weitere Informationen und aktuelle Entwicklungen finden Sie in dem Artikel von der Berliner Zeitung sowie auf der Website von Entwicklungsstadt und der BVG.