Am 6. Dezember 2024 fand im Festsaal des Roten Rathauses eine Auszeichnung für die Jahrgangsbesten der Pflegeausbildungen statt, organisiert von der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege. Die Veranstaltung war besonders, da zum ersten Mal Absolventinnen und Absolventen einer generalistischen Pflegeausbildung gemeinsam geehrt wurden. Ellen Haußdörfer, Staatssekretärin für Gesundheit und Pflege, betonte die Bedeutung der neuen Ausbildungsstrukturen, die einen integrativen Ansatz für die Pflegeberufe fördern. Auch berlin.de hob hervor, wie wichtig die generalistische Ausbildung für eine vielseitige, qualifizierte Pflege ist, die allen Altersgruppen und Versorgungsbereichen gerecht wird.
Neue Ausbildungsstruktur stärkt die Pflegeberufe
Das Pflegeberufegesetz, das bereits am 1. Januar 2020 in Kraft trat, bündelt die bisherigen Pflegeausbildungen unter einem Dach und ermöglicht den Auszubildenden eine zwei Jahre dauernde, gemeinsame Grundausbildung. Ab dem dritten Ausbildungsjahr können sie wählen, ob sie eine Vertiefung in der Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege oder in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege anstreben. Diese Reform, wie bundesgesundheitsministerium.de berichtete, soll bis Ende 2025 überprüft werden, um den Bedarf an spezifischen Abschlüssen zu evaluieren.
Besonders hervorzuheben ist die Einführung der Ausbildungsvergütung und die Regelung, dass kein Schulgeld mehr erhoben wird, was die Ausbildung wesentlich attraktiver macht. Zudem wird die Finanzausstattung durch ein einheitliches Verfahren über Landesfonds gewährleistet. Die neuen Ausbildungsstrukturen ermöglichen den Pflegekräften nicht nur, ihre Qualifikationen in anderen EU-Ländern anerkennen zu lassen, sondern bieten auch einen klaren Karriereweg mit erweiterten Aufstiegschancen und besseren Arbeitsbedingungen.