Am 9. Oktober 2025 fand im Kulturhaus Karlshorst die Verleihung der verschiedenen Preise des Bezirksamtes Lichtenberg statt. In einer feierlichen Veranstaltung, die auch den Lichtenberger Frauenpreis, den Integrationspreis, den Queerpreis und den Demokratiepreis umfasste, betonte Bezirksbürgermeister Martin Schaefer (CDU) die wichtige Rolle der Wertschätzung innerhalb der Zivilgesellschaft.
Besonders hervorzuheben ist der Integrationspreis 2025, der an Nadine Heinrich, die Leiterin der Gemeinschaftsunterkunft Wartenberger Straße, verliehen wurde. Sie erhielt diese Ehre für ihr herausragendes Engagement in der Integration. Nominierter Sozialarbeiter Redouane Bouyarmane hielt die Laudatio und würdigte Heinrichs unermüdlichen Einsatz.
Preisträger und deren Beiträge
Der Demokratiepreis ging an Dagmar Poetzsch, die sich durch ihre Arbeit an Stolpersteinen im Bezirk Lichtenberg auszeichnet. Diese Steine erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus und fördern die Auseinandersetzung mit der Geschichte und den Menschenrechten. Bezirksbürgermeister Schaefer hielt die Laudatio für Poetzsch im Namen der Pad gGmbH.
Des Weiteren wurde der Queerpreis 2025 an die AG Queer Lichtenberg verliehen, die seit vier Jahren queeres Leben im Bezirk fördert. Die AG organisiert unter anderem Veranstaltungen wie die „Queeren Filmnächte“ und Aktionen zum Welt-AIDS-Tag. Die Laudatio für die AG wurde von Jan Lübbe (SPD Queer) gehalten, der die Bedeutung ihrer Arbeit hervorhob.
Ein besonderer Preis, der Frauenpreis 2025, ging an eine fiktive Person namens Rosi, die seit über 20 Jahren in einem Frauenhaus tätig ist. Sie unterstützt Frauen und Kinder in schwierigen Lebenssituationen, indem sie Hilfe und Unterstützung anbietet. Die Laudatio für Rosi wurde vom Frauenhaus gehalten, in dem sie arbeitet.
Integrationsbemühungen in der Region
Die Bedeutung von Integrationspreisen wird auch durch frühere Veranstaltungen unterstrichen. Am 3. Oktober 2023 wurde im Kulturhaus Karlshorst der Integrationspreis 2023 unter dem Motto „Neue Heimat“ verliehen. Preisträger war Antonio da Silva, der für sein ehrenamtliches Engagement als Organisator von Community-Treffen der mosambikanischen Community ausgezeichnet wurde. Da Silva ist selbst in Mosambik geboren und setzte sich erfolgreich für die Integration und Teilhabe seiner Community ein.
Diese Anerkennungen und Preise sind Teil eines größeren Diskurses über Migration und Integration in Deutschland. Eine aktuelle Studie von Martin Werding und dem Sachverständigenrat für Wirtschaft zeigt, dass Migration langfristig finanziell vorteilhaft ist. Trotz anfänglicher Kosten, die durch Integrationshilfen und Sozialleistungen verursacht werden, trägt die Integration von Migranten zur Steigerung der Wirtschaftsleistung und damit zu höheren Steuereinnahmen bei.
Diese Erkentnisse verdeutlichen, dass ein gut organisiertes Integrationssystem sowohl den Zugewanderten als auch der Gesellschaft insgesamt Vorteile bringen kann. Die ehrlichen und engagierten Arbeiten von Personen wie Nadine Heinrich und Antonio da Silva sind deshalb nicht nur lobenswerte Initiativen, sondern auch essentielle Komponenten für die zukunftsorientierte Entwicklung der Region Lichtenberg und darüber hinaus.