Am 22. Oktober 2025 hat das Bezirksamt Lichtenberg einen bedeutenden Schritt zur Förderung der demokratischen Werte in der Region unternommen. In diesem Jahr wird der Demokratiepreis verliehen, der Initiativen, Einzelpersonen, Vereinen oder Institutionen gedenkt, die sich für ein respektvolles und demokratisches Miteinander in Lichtenberg einsetzen. Bezirksbürgermeister Martin Schaefer (CDU) unterstrich dabei die essenzielle Rolle des bürgerschaftlichen Engagements und des respektvollen Zusammenlebens in der Gesellschaft. Die Preisverleihung findet am Donnerstag, dem 9. Oktober 2025, im Kulturhaus Karlshorst statt und wird durch eine Jury geleitet, die ebenfalls von Schaefer angeführt wird.

Die Möglichkeit zur Nominierung steht allen offen: Vorschläge können von Einzelpersonen, Gruppen oder Projekten eingereicht werden, wobei besonderes Augenmerk auf den aktiven Einsatz gegen soziale und kulturelle Ausgrenzung, Diskriminierung und extremistische Gewalt gelegt wird. Die vorgeschlagenen Personen müssen informiert und bereit sein, den Preis anzunehmen. Die Frist für die Einreichungen endet am Dienstag, dem 12. August 2025, und die Vorschläge sind schriftlich per E-Mail an die dafür zuständige Adresse einzureichen.

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Preisträgerin zeigt Zivilcourage

In Verbindung mit diesem Engagement wird am 29. September dieses Jahres auch der Preis für Demokratie und Zivilcourage verliehen. Gönül Glowinski, die für ihr Eiscafé in der Margarethenstraße im Weitlingkiez bekannt ist, erhielt diesen Preis für ihren unermüdlichen Kampf gegen Rassismus. Im Jahr 2018 wurde Glowinski nicht nur rassistisch beleidigt, sondern auch körperlich attackiert. Sie setzte sich vehement für ihre Rechte ein und ließ sich nicht von der Diskriminierung beeindrucken. „Ich lasse mich von Rassismus nicht beeinträchtigen“, lautete einer ihrer Schlüsselsätze während der Auseinandersetzungen.

Mit Unterstützung aus ihrer Nachbarschaft hat sie nicht nur selbst aktiv an Demonstrationen teilgenommen, sondern auch die Kampagne „Bunter Wind“ in Lichtenberg tatkräftig unterstützt. Glowinski ist sich der persönlichen Risiken bewusst; sie weiß, dass sie und ihr Café Teil eines größeren Kampfes um ein diskriminierungsfreies Miteinander sind und möglicherweise Zielscheibe von extremistischen Gruppen werden können.

Solidarität als Grundpfeiler der Demokratie

Die Bedeutung von Solidarität und Zivilcourage wird in diesem Kontext besonders deutlich. Laut Demokratiewebstatt sind diese Werte grundlegend für eine gut funktionierende demokratische Gesellschaft. Solidarität drückt ein Zusammengehörigkeitsgefühl aus, das sowohl aus Gemeinschaftsgeist als auch aus Mitgefühl entstehen kann. Handlungen, die auf Solidarität beruhen, sind entscheidend für Frieden, Gerechtigkeit und Toleranz und zeigen sich in verschiedenen Lebensbereichen, sei es im öffentlichen, gesellschaftlichen oder privaten Raum.

Um Demokratie zu sichern und zu fördern, ist es wichtig, dass Bürger*innen sich für ein respektvolles Miteinander einsetzen. In einer Welt, wo in totalitären Regimen Gehorsam verlangt wird und Zivilcourage als Bedrohung gilt, brauchen wir mutige Individuen wie Glowinski, die bereit sind, für ihre Rechte und die Rechte anderer einzustehen. Ihre Handlungen sind nicht bloß persönliche Kämpfe, sondern stärken das demokratische Gefüge in Lichtenberg und weit darüber hinaus.

Der Preis für Demokratie und Zivilcourage ist mehr als eine Auszeichnung; er ist eine Anerkennung für das Engagement gegen Ungerechtigkeit und für ein solidarisches Miteinander, das in unserer Gesellschaft unverzichtbar ist. Lernen wir von den Heldinnen und Helden wie Gönül Glowinski, die durch ihre Courage und ihr Engagement ein Zeichen für alle setzen.