Am 19. Oktober 2025 besuchte Carsten Schneider, der Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Friedrichshain-Kreuzberg. Während seines Besuchs informierte sich der Minister über zwei bedeutende Klimaanpassungsprojekte im Bezirk. Im Fokus steht das Projekt zur Schaffung einer blau-grünen Infrastruktur in der Scharnweberstraße, das auf niedrigschwellige Maßnahmen abzielt, um die Nachbarschaft zu stärken. Diese Projekte sind Teil einer umfassenderen Strategie, das nachhaltige Regenwassermanagement zu fördern.
Eines der herausragenden Pilotprojekte ist die Errichtung einer Zisterne auf dem Friedhof an der Landsberger Allee. Dieses Vorhaben wird in Zusammenarbeit mit dem evangelischen Friedhofsverband und dem Bezirksamt durchgeführt. Im Rahmen der Veranstaltung gab es auch die offizielle Übergabe der Folgeförderung für die Stelle der Klimaanpassungsmanagerin im Bezirksamt, die das Klimaanpassungskonzept für den Bezirk erstellt hat.
Klimaschutz und -anpassung im Bezirk
Seit 2023 arbeitet ein Klimateam in Friedrichshain-Kreuzberg daran, die Herausforderungen des Klimawandels zu bewältigen. Die Stelle der Klimaanpassungsmanagerin, die bereits vor zwei Jahren mit Unterstützung des Bundesministeriums gefördert wurde, wird nun um weitere zwei Jahre verlängert. Diese Managerin wird nicht nur das bestehende Konzept umsetzen, sondern auch aktiv an der Weiterentwicklung der Klimamaßnahmen mitwirken.
Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann betonte während des Besuchs die Fortschritte im Bereich Klimaanpassung. Sie hob hervor, wie wichtig es sei, die Stadt klimaresilient zu gestalten, um den zukünftigen Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen.
Globale Perspektive der Klima-Initiativen
Die Herausforderungen des Klimawandels sind nicht nur lokal, sondern betreffen auch Städte weltweit, wie beispielsweise Kochi in Indien und Saltillo in Mexiko. Diese Städte sind Teil des Projekts „Morgenstadt Global Smart Cities Initiative“, das von verschiedenen Fraunhofer-Instituten durchgeführt wird und durch die Internationale Klimaschutzinitiative IKI des Bundesministeriums unterstützt wird. Die Initiative konzentriert sich auf die Analyse städtischer Probleme und die Entwicklung von Lösungen, die in einem kleinen Quartier erprobt und schließlich auf andere Stadtteile ausgedehnt werden können, wie in Kochi, das unter heftigen Überflutungen und Wasserknappheit leidet.
Saltillo hingegen, eine wohlhabende Stadt in der Wüste, kämpft mit verstärkter Wasserknappheit, die durch den Klimawandel verschärft wird. Der Fokus liegt hier auf Wassereffizienz in der Industrie und der Entwicklung von nachhaltigen Lösungen. Diese globalen Ansätze ergänzen das lokale Engagement in Friedrichshain-Kreuzberg und zeigen, dass Klimaschutz und -anpassung einen internationalen Kontext haben, der auch innovative Lösungen für andere Stadtteile und Regionen bietet.


