Illegale Kugelbomben im Carsharing: Silvesterverkauf in Neukölln entdeckt!

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In Berlin-Neukölln entdeckte die Polizei Hunderte illegale Feuerwerkskörper in einem Carsharing-Auto, darunter tödliche Kugelbomben.

In Berlin-Neukölln entdeckte die Polizei Hunderte illegale Feuerwerkskörper in einem Carsharing-Auto, darunter tödliche Kugelbomben.
In Berlin-Neukölln entdeckte die Polizei Hunderte illegale Feuerwerkskörper in einem Carsharing-Auto, darunter tödliche Kugelbomben.

Illegale Kugelbomben im Carsharing: Silvesterverkauf in Neukölln entdeckt!

In Berlin-Neukölln hat die Polizei am 31. Dezember 2025 in einem geparkten Carsharing-Auto eine große Menge illegaler Feuerwerkskörper entdeckt. Darunter befanden sich 35 hochgefährliche Kugelbomben. Diese ominöse Entdeckung erfolgte in einer Zeit, in der die Gefahren von illegalem Feuerwerk in der Silvesternacht stark ins öffentliche Bewusstsein gerückt sind. Die staatlichen Behörden geben zu bedenken, dass Kugelbomben zunehmend als Waffen eingesetzt werden, was in den letzten Jahren zu schweren Verletzungen und sogar Todesfällen geführt hat.

Die Ermittlungen der Polizei zeigen, dass aus dem betroffenen Wagen in den Tagen vor Silvester abends gezielt Pyrotechnik verkauft wurde. Passanten fielen die klar beschrifteten Kartons und die Verpackungen auf, die um das Fahrzeug herum lagen. Bei einer Streifenfahrt wurden die Beamten auf das Carsharing-Auto aufmerksam und konnten durch die Fenster deutlich erkennen, dass dort ein illegaler Verkauf stattfand. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft öffneten sie das Fahrzeug und entfernten kistenweise illegale Ware, darunter extrem laute Knallkörper und verbotene Feuerwerksartikel. Diese Art von Pyrotechnik ist nur für professionelle Feuerwerke zugelassen und birgt ein erhebliches Risiko für die Öffentlichkeit, insbesondere bei unsachgemäßer Handhabung.

Politische Reaktionen auf die Gefahren von Feuerwerkskörpern

Die Mieterin des Carsharing-Autos, eine 20-Jährige, wurde von der Polizei schnell ermittelt. Sie gab an, dass ihr Carsharing-Konto gehackt wurde und unbefugt genutzt worden sei. Bei einer Durchsuchung ihrer Wohnung fanden die Beamten jedoch keine Beweise für einen Handel mit Feuerwerk, was die Hypothese eines Hacks unterstützt. Der Verkauf der Pyrotechnik soll aus einem zweiten, bislang nicht ermittelten Fahrzeug organisiert worden sein.

In den letzten Jahren haben Kugelbomben im Zusammenhang mit Silvesterfeiern in Deutschland vermehrt Schlagzeilen gemacht. In diesem Jahr starben dabei bereits mehrere Menschen, darunter ein junger Mann aus Ostwestfalen, der durch eine Kugelbombe tödlich verletzt wurde. Der Fall zeigt die fatalen Konsequenzen, die unsachgemäßer Umgang mit diesen gefährlichen Feuerwerkskörpern mit sich bringen kann. Laut ZDF ist der Verkauf solcher Feuerwerksartikel über soziale Medien und Plattformen wie TikTok stark angestiegen. Dies ist besonders alarmierend, da viele dieser Produkte nur für Fachleute zugelassen sind und Käufer einen Fachkundenachweis benötigen, um sie legal zu erwerben.

Öffentliche Sicherheit und Forderungen nach Regulationsänderungen

Die Berliner Polizei und verschiedene Umweltverbände fordern ein strengeres Vorgehen gegen den illegalen Verkauf von Pyrotechnik. Immer wieder gibt es Berichte über Schäden an Häusern und Fahrzeugen durch nicht fachgerecht gezündete Kugelbomben. Diese gefährlichen Feuerwerkskörper werden zunehmend auch in anderen Ländern als Waffen eingesetzt, was die Dringlichkeit erhöht, die Kontrollen zu verschärfen.

Experten warnen, dass die Legalisierung und der Zugang zu gefährlicher Pyrotechnik für Laien ernsthafte Gefahren für die öffentliche Sicherheit darstellen. Die eindringlichen Warnungen des Kriminologen Robin Hofmann über die Zunahme solcher kriminellen Aktivitäten in Deutschland weisen darauf hin, dass ein umfassendes Böllerverbot in der Diskussion steht. Momentan gibt es jedoch keine klare Mehrheit unter den Innenministern für solch weitreichende Maßnahmen.

Die Geschehnisse in Berlin könnten als Weckruf für die dringend benötigte Regulation und Kontrolle des Verkaufs und der Nutzung von Feuerwerkskörpern in Deutschland dienen. Angesichts der tragischen Vorfälle und der Öffentlichkeit ist es höchste Zeit, über sicherere Alternativen nachzudenken und den Zugang zu gefährlicher Pyrotechnik erheblich zu erschweren.