Die Sanierung der Außenanlage der Kiepert-Grundschule, die Anfang Juli beginnt, zielt darauf ab, das Gelände funktionaler und inklusiver zu gestalten. Verantwortlich für die Neugestaltung ist der Fachbereich Grünflächen des Straßen- und Grünflächenamtes. In den Planungsprozess wurden sowohl die Hortleitung als auch die Kinder einbezogen, um sicherzustellen, dass die neuen Angebote den Bedürfnissen der Nutzer entsprechen. Zentrale Maßnahme ist eine barrierefreie Platzfläche zwischen dem Schulhortgebäude und dem restlichen Gelände, die einen hohen Nutzwert verspricht.
Im Rahmen dieser Umgestaltungsmaßnahmen wird ein „grünes Klassenzimmer“ geplant, in dem Unterricht im Freien stattfinden kann. Zudem entsteht ein neuer Balancierparcours entlang der Zaunanlage, der Bewegung und Koordination der Schüler fördern soll. Neue Pflanzbeete werden zudem als pädagogischer Lernort genutzt, um Umweltbewusstsein und langfristige Nachhaltigkeit im Schulalltag zu fördern.
Einbindung barrierefreier Elemente
Die Richtlinien für barrierefreies Bauen sind komplex und umfassen verschiedene Regelungen. Dazu zählen die Landesbauordnungen und Sonderbauvorschriften sowie die Anforderungen der Unfallkassen und die Arbeitsstättenverordnung. Besonders wichtig ist die Einhaltung der DIN EN 18040-1 für barrierefreies Bauen. Diese Normen fordern unter anderem, dass Schulhöfe und Zugänge stabile, ebene Oberflächen aufweisen, die für Rollstuhlfahrer und andere Personen mit Einschränkungen zugänglich sind. Rampen und Aufzüge müssen ebenso eingeplant werden, um allen Nutzern eine gleichwertige Teilhabe zu ermöglichen
Der Leitfaden für Barrierefreies Bauen bietet zusätzlichen Kontext und erklärt, dass barrierefreie Gebäude nicht nur für neue Bauvorhaben, sondern auch für bestehende Gebäude und deren Zuwegungen sowie Außenanlagen gelten. Ziel ist es, für alle Menschen zu bauen, einschließlich Personen mit motorischen, visuellen, auditiven und kognitiven Einschränkungen. Eine umfassende Planung ist dabei unerlässlich, um sicherzustellen, dass die Gebäude gut auffindbar, zugänglich und einfach nutzbar sind.
Die Bauarbeiten an der Kiepert-Grundschule werden von Auszubildenden im Garten- und Landschaftsbau durchgeführt, was nicht nur eine praxisnahe Ausbildung bietet, sondern auch zur Identifizierung mit dem Projekt beiträgt. Mit dem Abschluss der Neugestaltung wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2026 gerechnet. Während der Bauphase wird eine temporäre Baustellenzufahrt über den Gründurchwegung Heilandsweile eingerichtet, was allerdings zu möglichen Einschränkungen führen kann.


