Gesprächsabend: Was der Nahostkonflikt uns heute lehrt!

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Am 18. September 2025 findet in Berlin-Hohenschönhausen ein Gesprächsabend zum Nahostkonflikt statt. Anmeldung erforderlich.

Am 18. September 2025 findet in Berlin-Hohenschönhausen ein Gesprächsabend zum Nahostkonflikt statt. Anmeldung erforderlich.
Am 18. September 2025 findet in Berlin-Hohenschönhausen ein Gesprächsabend zum Nahostkonflikt statt. Anmeldung erforderlich.

Gesprächsabend: Was der Nahostkonflikt uns heute lehrt!

Am 18. September 2025 um 18 Uhr findet in der Anna-Seghers-Bibliothek in Berlin-Hohenschönhausen ein Gesprächsabend über den Nahostkonflikt statt. Die Veranstaltung trägt den Titel „Wie wir über Israel und Palästina reden“ und bietet eine Plattform für einen differenzierten und respektvollen Austausch zu diesem kontroversen Thema. Teilnehmende sind die Filmemacherin und politische Bildnerin Lili Zahavi sowie der Islamwissenschaftler Zakariyya Meißner, der seine Erfahrungen in der Prävention von Radikalisierung mit einbringen wird.

Diese Initiative ist Teil des Projekts „Trialog“, welches von Jouanna Hassoun und Shai Hoffmann ins Leben gerufen wurde. Seit dem 7. Oktober 2023 engagieren sich die beiden Aktivisten, um die Auswirkungen des Nahost-Konflikts in Deutschland zu thematisieren. Sie fördern das Verständnis zwischen verschiedenen Perspektiven und streben an, Feindbilder abzubauen, indem sie desinformation entgegenwirken. Dies geschieht auch durch die Erstellung von Bildungsvideos, die palästinensisches und jüdisches Leben sowie die Themen Antisemitismus und Rassismus behandeln.

Vorveranstaltung und Zivilcourage-Training

Warum gerade jetzt der Austausch wichtig ist, zeigt sich nicht zuletzt im Zivilcourage-Training, das bereits am 10. September 2025 angeboten wird. In einem Workshop von zweieinhalb Stunden lernen Teilnehmende, deeskalierend in Bedrohungssituationen zu handeln. Sowohl das Gespräch als auch das Training sind kostenfrei. Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an die Bibliothek.

Die Arbeit von Hassoun und Hoffmann spiegelt den steigenden Bedarf an Dialog über den Nahostkonflikt wider, insbesondere nach den gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Israel und Gaza, die am 7. Oktober 2023 eskalierten. Laut aktuellen Statistiken der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte ist ein Anstieg antisemitischer und muslimfeindlicher Diskriminierung zu verzeichnen. Die Friedrich-Ebert-Stiftung hebt hervor, dass immer mehr Menschen in Deutschland empfänglich für menschenfeindliche Positionen sind.

Erforderlichkeit von Dialog und Bildung

In der Bildungsdiskussion erweist sich der Austausch als essenziell. Materialien und Methoden, die eine kritische Auseinandersetzung mit dem Nahostkonflikt und seinen Auswirkungen auf Schüler:innen erleichtern, sind gefordert. Projekte wie „OhneAngstVerschiedenSein“ des Jüdischen Museums Hohenems und zahlreiche Bildungsinitiativen bieten Unterstützung für Lehrkräfte an und fördern den Dialog zwischen jüdischen und muslimischen Gemeinschaften.

Die Herausforderungen des Nahostkonflikts zeigen sich nicht nur in der politischen Arena, sondern auch im Bildungssektor. Lehrer:innen und Schulen sind dazu eingeladen, sich mit den Themen Antisemitismus und Rassismus auseinanderzusetzen, um ein angemessenes Lernumfeld zu schaffen. Über 100 Gespräche mit Schüler*innen wurden bereits in Zusammenarbeit mit den Organisationen Gesellschaft im Wandel und Transaidency durchgeführt, um über die Geschehnisse im Zusammenhang mit dem Konflikt aufzuklären und Verständnis zu fördern.

Die Notwendigkeit, einen offenen, differenzierten Diskurs über den Nahostkonflikt zu führen, wird von vielen Seiten betont, darunter auch von der Politikwissenschaftlerin Cheema und der Direktorin der Bildungsstätte Anne Frank, Deborah Schnabel. Gemeinsam streben sie einen Dialog an, der über politische Differenzen hinweggeht und die Erfahrungen sowie das Leid aller Beteiligten in den Vordergrund stellt.

Die bevorstehenden Veranstaltungen in Berlin bieten somit eine wertvolle Möglichkeit, an diesem Dialog aktiv teilzunehmen und den Weg hin zu einem respektvollen Miteinander zu ebnen. Für weitere Informationen zu Materialien und Methoden zur Thematisierung des Nahostkonflikts im Unterricht können Interessierte die Bundeszentrale für politische Bildung konsultieren.