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FU Berlin wehrt sich gegen Containerdorf: Freude oder Ärger?

Widerstand gegen Flüchtlingscontainer auf Unigelände: Bröckelt die woke Fassade?

Das geplante Containerdorf für 260 Flüchtlinge auf dem brachliegenden Unigelände in Dahlem, Berlin, stößt auf Widerstand, insbesondere von Seiten der Freien Universität. Die Universität plant dort eigentlich den Bau eines Gebäudes für Lehre und Forschung. Die Uni-Gremien wurden von den Senatsplänen überrascht und fühlten sich übergangen. Die Präsidentin der FU, Andrea Güttner, betonte, dass die Fläche für eine Unterbringung von Flüchtlingen nicht geeignet sei und dringend für eigene Baumaßnahmen benötigt werde.

Die FU hat in der Vergangenheit bereits unbürokratisch geholfen, Flüchtlinge vorübergehend unterzubringen, aber aufgrund des hohen Sanierungsbedarfs und geplanter Bauprojekte stehen derzeit keine anderen Flächen zur Verfügung. Die Universität schlägt vor, dass leerstehende Gebäude der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben in der Nähe genutzt werden könnten.

Die Senatspläne sehen vor, insgesamt 16 weitere Containerdörfer für Flüchtlinge zu errichten. Diese sollen vor allem im Ostteil Berlins entstehen, wodurch in den bereits aufnahmestarken Bezirken wie Pankow zusätzlicher Druck entsteht. Ein Containerdorf soll auch in Steglitz-Zehlendorf auf dem umstrittenen Unigelände entstehen, was zu weiteren Diskussionen führt.

Die Kritik und der Spott im Netz gegen die FU und deren Widerstand stoßen auf kontroverse Reaktionen. Einige sehen die Universität als inkonsequent angesichts ihres Selbstverständnisses als weltoffen und tolerant. Diskussionen darüber entfachen zusätzlich zu den direkten Protesten weitere Kontroversen im Zusammenhang mit der Unterbringung von Flüchtlingen in Berlin.

Siehe auch  Uni-Kiez-Konflikt: Containerdorf statt Forschungscampus?

Daniel Wom

Der in Berlin geborene Daniel Wom ist ein versierter Journalist mit einer starken Affinität für Wirtschaftsthemen. Er hat an der Freien Universität Berlin Journalistik und Wirtschaftswissenschaften studiert und arbeitet seit mehr als einem Jahrzehnt in den Medien. Daniel hat für verschiedene große Tageszeitungen und Online-Plattformen geschrieben und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und klaren Darstellungen komplexer Sachverhalte. Er ist Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband und hat mehrere Auszeichnungen für seine exzellente Berichterstattung erhalten. In seiner Freizeit erkundet Daniel gerne die vielfältige Kulturszene Berlins und ist leidenschaftlicher Webentwickler.

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