Das Spreewaldbad in Kreuzberg, ein beliebtes Freizeitbad, wird derzeit umfassend saniert. Die Bauarbeiten begannen im Herbst 2023, nachdem das Bad am 30. Juni 2023 nach der Sommersaison geschlossen wurde, in der Schulen und Vereine noch trainieren konnten. Diese Sanierung ist die größte Einzelmaßnahme in der Geschichte der Berliner Bäder-Betriebe, mit Gesamtkosten von 51 Millionen Euro, und wird voraussichtlich bis ins dritte Quartal 2027 dauern. Vor der Schließung hatte das Bad durchschnittlich 225.000 Besucher pro Jahr zwischen 2015 und 2019, während im letzten Betriebsjahr nur 131.000 Badegäste gezählt wurden.
Die Sanierung umfasst nicht nur das gesamte Gebäude, sondern auch die technischen Anlagen und die Außenbereiche. Bereits bis Ende 2025 wurden umfangreiche Abrissarbeiten durchgeführt, wobei zusätzliche Schadstoffe entdeckt und entsorgt wurden. Die Rohbauarbeiten sind im Gange, und die haustechnischen Gewerke befinden sich in der Grobmontage. Der Fernwärmeanschluss wurde im Dezember 2025 fertiggestellt. Allerdings wird der Saunabereich nicht saniert, da ein wirtschaftlicher Betrieb nicht möglich ist.
Umfangreiche bauliche Veränderungen
Die Neugestaltung der Anlage wird umfassende bauliche Veränderungen mit sich bringen. So wird die alte Rutsche durch eine neue, breite Rutsche ersetzt, die vom Spreewaldplatz aus sichtbar ist. Das alte Kaskadenbecken wird entfernt und durch moderne Wasserattraktionen ersetzt. Zudem wird das Sprungbecken zu einem multifunktionalen Becken umgebaut, das für Springen, Baden und Aqua-Fitness genutzt werden kann.
Die Innenraumgestaltung erfolgt im „Urban Jungle“-Stil, um eine Verbindung zur Natur herzustellen. Auch die Barrierefreiheit wird verbessert, mit Rampen, breiten Türen und barrierefreien Umkleide- sowie Sanitärbereichen. Eine energetische Sanierung der Gebäudehülle ist geplant, um den Energieverbrauch zu reduzieren. Die sanierungsbedingten Investitionen machen dies zur bedeutendsten Investition in öffentliche Badeanstalten Berlins seit fast 25 Jahren.
Bedeutung für den Kiez und die Region
Die Sanierung des Spreewaldbads ist nicht nur ein rein technisches Projekt, sondern hat auch eine soziale Dimension. Es wird erwartet, dass das Bad nach der Sanierung ein zentraler Treffpunkt für Familien, Sportler und Erholungssuchende wird. Die Maßnahmen sollen die Freizeitangebote und die Teilhabe im Kiez fördern und somit die Lebensqualität der Anwohner verbessern. Die geplanten Angebote umfassen ein Wellenbecken, ein Sportbecken mit sechs 25-Meter-Bahnen, ein Lehrschwimmbecken, eine Sprunganlage, eine Breitwasserrutsche, Unterwasserlautsprecher und ein Kaskadenbecken.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Spreewaldbad in Kreuzberg durch diese umfassende Sanierung ein modernes und attraktives Freizeitangebot bieten wird und somit zur besseren Versorgungslage in der Region beitragen soll. Für weitere Informationen zu diesem Projekt können Sie die ursprünglichen Berichte auf entwicklungsstadt.de und austrasse-zuerich.ch lesen.