Heute ist der 25.03.2026. Der Görlitzer Park in Berlin-Kreuzberg, ein beliebter Treffpunkt für Anwohner und Touristen, ist seit dem 1. März 2026 in der Zeit von 22 bis 6 Uhr geschlossen. Diese Maßnahme wurde vom Berliner Senat beschlossen, um gegen die steigende Drogenkriminalität im Park vorzugehen. Um die Schließung durchzusetzen, wurde der Park umzäunt, und ein Sicherheitsdienst beauftragt, die Tore zu schließen und die Einhaltung der Schließzeiten zu kontrollieren. Nach Angaben der Berliner Polizei werden die Arbeiten zur Umzäunung überwacht, und die Polizei bleibt weiterhin aktiv im Park engagiert. Anwohner berichten jedoch von Drogen, Feuer und unhygienischen Zuständen, die trotz der Maßnahmen bestehen bleiben. Konkrete Zahlen zu den Kosten des Sicherheitsdienstes und den Einsatzstunden der Polizei sind bereits bekannt.[1]
Die Schließung des Parks soll insbesondere Drogen- und Gewaltkriminalität in den Abend- und Nachtstunden eindämmen. Laut dem Sprecher für Innenpolitik der Grünen im Abgeordnetenhaus, Vasili Franco, wird das ursprüngliche Ziel jedoch nicht erreicht. Kritiker, darunter Anwohnendeninitiativen, befürchten eine Verlagerung von Nutzungskonflikten und warnen vor der Privatisierung öffentlicher Flächen. Der Görlitzer Park steht symbolisch für die Auseinandersetzung über Kontrolle und Zugang zu öffentlichen Räumen in Berlin.
Finanzielle Aspekte der Sicherheitsmaßnahmen
Um die nächtliche Schließung des Görlitzer Parks zu realisieren, sind jährlich 800.000 Euro eingeplant. Ab März 2026 wird ein Wachdienst für die Abend- und Nachtstunden eingerichtet, der für das Öffnen und Schließen der neuen Eingänge sowie die Kontrolle des Parks zuständig sein wird. Die Kosten für diesen Wachdienst entfallen größtenteils auf private Sicherheitskräfte. Die genaue Anzahl der eingesetzten Wachleute ist derzeit noch unklar, ebenso wie mögliche zukünftige Kostensteigerungen. Bereits jetzt sind Wachleute im Park aktiv, um den neu errichteten Zaun zu schützen. Die baulichen Maßnahmen zur Schließung sind weitgehend abgeschlossen, mit Kosten von rund 1,8 Millionen Euro für Zäune, Tore und Drehkreuze.[2]
Kritik und öffentliche Diskussion
Trotz der umfangreichen Maßnahmen gibt es Bedenken hinsichtlich deren Wirksamkeit. Kritiker, darunter Anwohnendeninitiativen und Teile der Politik, bezweifeln, dass die Maßnahmen tatsächlich die gewünschten Effekte erzielen werden. Die Sorgen über eine Verlagerung von Problemen und die Privatisierung öffentlicher Flächen bleiben bestehen. Der Görlitzer Park wird somit nicht nur zum Schauplatz für Kriminalitätsbekämpfung, sondern auch für einen gesellschaftlichen Diskurs über den Umgang mit öffentlichen Räumen und deren Nutzung.
Die Situation im Görlitzer Park spiegelt ein größeres Problem wider: den Spagat zwischen Sicherheit und Freiheit in urbanen Räumen. In einer Stadt wie Berlin, die für ihre Offenheit und Vielfalt bekannt ist, stellt sich die Frage, wie öffentliche Räume gestaltet werden sollen, um sowohl Sicherheit zu gewährleisten als auch den Charakter und die Nutzung dieser Plätze zu bewahren.


