Am Samstagmittag, dem 12. Februar 2026, brach in einem leer stehenden Schwimmbad in der Holzmarktstraße in Berlin ein Feuer aus. Dieses Gebäude wird häufig von Obdachlosen als Zufluchtsort genutzt. Die Berliner Feuerwehr wurde gegen 13 Uhr alarmiert und rückte mit rund 60 Einsatzkräften aus. Mehrere Trupps, ausgestattet mit Atemschutz, durchsuchten das Gebäude gründlich nach Menschen. Glücklicherweise konnte Entwarnung gegeben werden: Bis auf eine Person, die mit einer leichten Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht wurde, gab es keine Verletzten. Der Ursprung des Feuers lag in „brennendem Gerümpel“ im Inneren des Gebäudes. Das Feuer war am frühen Nachmittag gelöscht und der Einsatz beendet. Für detailliertere Informationen zu ähnlichen Einsätzen in Berlin können Sie die Webseite Tag24 besuchen.
Hintergrund zur Wohnungslosigkeit in Berlin
Die Situation der Obdachlosen in Berlin ist komplex. Laut aktuellen Statistiken leben in der Hauptstadt mehrere Gruppen von wohnungslosen Menschen. Am 31. Januar 2024 waren 47.260 Menschen untergebracht, während 6.032 Menschen ohne Unterkunft waren. Zudem gab es 2.364 verdeckt wohnungslose Personen, die bei Freunden oder Verwandten leben. Insgesamt waren Ende Januar/Anfang Februar 2024 also 55.656 Menschen in Berlin von Wohnungslosigkeit betroffen. Diese Zahlen verdeutlichen die Dringlichkeit, mit der das Thema angegangen werden muss.
Die Erhebung der Wohnungslosigkeit erfolgt jährlich zum 31. Januar und basiert auf dem Wohnungslosenberichterstattungsgesetz (WoBerichtsG). Dabei werden verschiedene Merkmale wie Geschlecht, Alter und Staatsangehörigkeit erfasst. Besonders wichtig ist, dass geflüchtete Menschen erst erfasst werden, wenn ihr Asylverfahren positiv abgeschlossen ist. Personen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus bleiben in dieser Statistik unberücksichtigt. Weitere Informationen zur Wohnungslosigkeit in Berlin finden Sie unter Berlin.de.
Fazit und Ausblick
Der Vorfall im Schwimmbad zeigt nicht nur die Gefahren auf, die mit der Nutzung solcher verlassenen Gebäude verbunden sind, sondern auch die prekäre Situation vieler obdachloser Menschen in Berlin. Die Tatsache, dass ein solches Gebäude als Unterschlupf dient, wirft Fragen zur Obdachlosenpolitik und der Bereitstellung sicherer Unterkünfte auf. Die Berliner Behörden sind gefordert, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die Lebensbedingungen der betroffenen Menschen zu verbessern und ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.