Die Bauaktivitäten in Berlin haben im Jahr 2025 einen bemerkenswerten Aufschwung erlebt. So genehmigten die Berliner Bauaufsichtsbehörden insgesamt 13.754 Wohnungen, was einem eindrucksvollen Anstieg von 40,7 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dies markiert den ersten Anstieg seit acht Jahren und deutet auf eine wachsende Dynamik im Wohnungsbau hin. Im Gegensatz dazu verzeichnete Brandenburg einen Rückgang um 12,1 % mit 7.962 genehmigten Wohnungen, was den vierten Rückgang in Folge darstellt.

Besonders auffällig ist, dass der Zuwachs in Berlin nahezu vollständig aus neuen Gebäuden stammt. Hier wurden 11.634 Wohnungen in neuen Wohn- und Nichtwohngebäuden genehmigt, was einem Anstieg von 35,9 % entspricht. Insgesamt wurden in Berlin 2.444 Genehmigungen für Neubau- und Umbauvorhaben erteilt, wobei die veranschlagten Baukosten auf 5.873,4 Millionen Euro gestiegen sind, was einem Plus von 11,3 % entspricht. In Brandenburg hingegen entfielen von den 7.962 genehmigten Wohnungen nur 7.047 auf neue Wohn- und Nichtwohngebäude, was einen Rückgang von 2,3 % darstellt.

Bauvolumen und Genehmigungen in Berlin

In Berlin stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern um 27,2 % auf 786. Gleichzeitig verzeichneten Mehrfamilienhäuser und Wohnheime insgesamt 10.767 geplante Wohnungen, was einem Anstieg von 36,6 % entspricht. Durch Dachgeschossausbauten und andere Maßnahmen kamen 2.120 Einheiten hinzu, was einen bemerkenswerten Anstieg von 74,6 % darstellt.

Die Genehmigungen für den gewerblichen Neubau in Berlin sanken leicht auf 198 Genehmigungen im Vergleich zu 221 im Vorjahr, wobei die Nutzfläche 680.770 Quadratmeter beträgt. In neun der zwölf Stadtbezirke Berlins stiegen die Baugenehmigungen 2025 im Vergleich zum Vorjahr. Neukölln verzeichnete mit +403,6 % den höchsten Anstieg, gefolgt von Reinickendorf (+304,3 %) und Pankow (+120,1 %). Der Bezirk Lichtenberg führt die Liste mit den meisten genehmigten Wohnungen an und kommt auf 1.935 Einheiten.

Brandenburg im Rückgang

Im Vergleich dazu zeigt sich Brandenburg in einer schwierigen Lage. Hier wurden 7.962 Wohnungen genehmigt, wobei Ein- und Zweifamilienhäuser mit 2.976 Wohnungen (-0,5 %) und Mehrfamilienhäuser mit 4.046 Wohnungen (-0,7 %) einen leichten Rückgang verzeichneten. Im Bereich Umbauten und Dachgeschossausbauten wurden nur noch 915 Wohnungen erwartet, was einen drastischen Rückgang von mehr als 50 % im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Die veranschlagten Kosten in Brandenburg stiegen jedoch auf 4.852,7 Millionen Euro, was einem Anstieg von 32,6 % entspricht.

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Besonders bemerkenswert ist der Landkreis Teltow-Fläming, der mit 1.228 Wohnungen (+46,4 %) den höchsten Wert unter den Landkreisen in Brandenburg meldete. Potsdam führt unter den kreisfreien Städten mit 1.119 Genehmigungen, im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg von 761.

Aktuelle Trends und Ausblick

Die aktuelle Lage zeigt, dass im Januar und Februar 2026 insgesamt 1.401 genehmigte Wohnungen gemeldet wurden, was einem Rückgang von 3,3 % im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht. Von diesen entfallen 972 auf neue Wohn- und Nichtwohngebäude, was einem Rückgang von 27,0 % entspricht. Die veranschlagten Kosten aller genehmigten Bauvorhaben betrugen 577,3 Millionen Euro, was 9,4 % weniger ist als im Vorjahreszeitraum.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Berlin mit einem deutlichen Anstieg bei den Baugenehmigungen aufwarten kann, während Brandenburg weiterhin mit Rückgängen zu kämpfen hat. Die kommenden Monate werden zeigen, ob sich dieser Trend fortsetzt oder ob neue Impulse für die Bauwirtschaft in Brandenburg entstehen werden.