Am 7. Februar 2026 fand in Berlin eine beeindruckende Demonstration statt, bei der tausende Menschen gegen das autoritäre Regime im Iran protestierten. Laut Polizeischätzungen versammelten sich etwa 10.000 Demonstranten am Brandenburger Tor und zogen durch die Stadt. Die Veranstaltung trug den Titel „Freiheit für Iran“ und wurde von einem Bündnis internationaler Organisationen, darunter auch der Verein Exil-iranische Gesellschaft in Berlin, organisiert. Die Teilnehmer, viele von ihnen mit Angehörigen im Iran, kamen zusammen, um Solidarität mit den Menschen im Iran auszudrücken und gegen die gewaltsame Unterdrückung von Protesten durch das iranische Regime zu demonstrieren. Es waren etwa 400 Polizisten im Einsatz, die dafür sorgten, dass die Demonstration friedlich verlief.
Der Anlass für diese Proteste ist die brutale Niederschlagung von Bürgerprotesten im Iran in den vergangenen Wochen. Berichten des US-Magazins „Time“ zufolge, unter Berufung auf das iranische Gesundheitsministerium, könnten dabei mindestens 30.000 Menschen ums Leben gekommen sein, während iranische Menschenrechtsgruppen mehr als 3.400 Todesfälle berichteten. Die genaue Zahl ist aufgrund von Informationssperren jedoch schwer zu überprüfen. Die Demonstranten trugen iranische Fahnen und hielten Fotos von Maryam Rajavi, der Präsidentin des im Iran verbotenen Nationalen Widerstandsrates (NWRI), hoch. Einige von ihnen trugen gelbe Westen mit dem Schriftzug „Free Iran“.
Unterstützung und Mobilisierung
Die Mobilisierung der Teilnehmenden erfolgte durch soziale Medien, Flugzettel und große Anzeigen in Zeitungen. Laut Veranstaltern rechneten sie mit bis zu 100.000 Teilnehmern, wobei viele Menschen noch auf dem Weg zur Kundgebung waren, da Flüge aus Schweden und Dänemark gestrichen wurden und viele mit dem Bus anreisten. Zu Beginn der Veranstaltung waren bereits rund 8.000 Menschen anwesend, weitere Demonstranten stießen im Laufe des Tages hinzu.
Zu den Rednern zählten prominente Persönlichkeiten, wie der frühere Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) und die frühere Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP). Besonders bemerkenswert war, dass Maryam Rajavi zu den Demonstrierenden sprach und Mike Pompeo live zugeschaltet werden sollte. Die Unterstützung kam auch von rund 340 internationalen Organisationen und politischen Persönlichkeiten, die sich hinter die Forderungen der Demonstranten stellten.
Der Kontext der Proteste
Die Proteste im Iran haben ihren Ursprung in einer dramatischen Wirtschaftskrise und hoher Inflation, die Ende Dezember 2025 begannen. Die Situation eskalierte, als die iranischen Sicherheitskräfte gewaltsam gegen die Protestierenden vorgingen. Diese gewaltsame Repression wurde durch den Tod der 22-jährigen Jina Mahsa Amini im September 2022 ausgelöst, die in Gewahrsam der iranischen „Sittenpolizei“ starb, nachdem sie angeblich gegen die Verschleierungsvorschriften verstoßen hatte. Ihr Tod führte zu landesweiten Protesten, die mit massiven Menschenrechtsverletzungen seitens der iranischen Behörden beantwortet wurden, darunter rechtswidrige Tötungen, Hinrichtungen und Massenfestnahmen.
Diese systematischen Menschenrechtsverletzungen werden durch ein Klima der Straflosigkeit im Iran unterstützt, da es an wirksamen und unabhängigen Ermittlungen zu den Verbrechen der Behörden fehlt. Die aktuelle Protestwelle und die damit verbundenen Demonstrationen in Berlin sind ein klarer Ausdruck des Widerstands gegen dieses autoritäre Regime und die Solidarität mit den leidenden Menschen im Iran.
Für weitere Informationen zu den Protesten und Menschenrechten im Iran besuchen Sie die Quellen: Deutschlandfunk, Tagesspiegel und Amnesty International.