Die Potsdamer FDP hat beschlossen, den SPD-Kandidaten Severin Fischer für die anstehende Oberbürgermeisterwahl zu unterstützen. Dies wurde heute vom FDP-Fraktionsvorsitzenden Björn Teuteberg offiziell bestätigt. Die Entscheidung fiel einstimmig nach einer Vorstellungsrunde, in der sich Fischer gegen andere Kandidaten wie Noosha Aubel (parteilos) und Clemens Viehrig (CDU) durchsetzte. Die Unterstützung durch die FDP ist ein strategischer Schritt, da man sich größere Erfolgschancen für einen möglichen zweiten Wahlgang erhofft.

Severin Fischer bringt wertvolle Erfahrungen mit, die er als Staatssekretär in der SPD-geführten Berliner Wirtschaftsverwaltung gesammelt hat. Die Fraktion war überzeugt, dass seine Kompetenzen in der Führung größerer Verwaltungen für die Stadt Potsdam von Vorteil sind. Ein zentrales Ziel von FDP und Fischer ist die Absenkung der Gewerbesteuer, wobei Fischer bereits klare Positionen zu diesem Thema formuliert hat, die sich von der bisherigen Linie der Potsdamer SPD-Fraktion abheben.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Kandidatenfeld und Wahltermin

Bei der Wahl am 21. September treten insgesamt sieben Kandidaten an. Unter ihnen sind neben Fischer auch Noosha Aubel und Clemens Viehrig. Am 12. Oktober könnte es dann zu einer möglichen Stichwahl kommen. Die FDP ist derzeit mit zwei Personen im Stadtparlament vertreten und hatte bereits im Juli entschieden, keinen eigenen Kandidaten aufzustellen. Diese Entscheidung wurde mit Blick auf die Unterstützung von Fischer getroffen.

Fischer hat in seiner politischen Agenda auch die Digitalisierung der Stadtverwaltung als entscheidendes Thema hervorgehoben. In einer modernen Stadt ist eine serviceorientierte, effiziente und digitale Verwaltung unerlässlich. Alle Verwaltungsdienstleistungen sollen digital verfügbar gemacht werden, um die Bürgerinnen und Bürger zu entlasten. Dies schließt auch die vollständige Online-Abwicklung von Behördengängen ein, um die Bearbeitungszeiten zu verbessern und persönliche Termine in den Behörden zu reduzieren. Die ersten Schritte in Richtung Digitalisierung sind bereits eingeleitet worden.

Ziele für Potsdam und die Verwaltung

Ein weiteres zentrales Anliegen von Fischer ist es, die Verwaltung als Partnerin der Bürger und Unternehmen zu positionieren. Hierbei spielt eine motivierte und zufriedene Belegschaft eine essenzielle Rolle. Fischer setzt sich dafür ein, dass Potsdam als attraktive Arbeitgeberin wahrgenommen wird, indem er gute Arbeitsbedingungen, Entwicklungsperspektiven und Wertschätzung fördert. Beschäftigte sollen aktiv zur Zukunft der Stadt beitragen können.

Die Unterstützung von Severin Fischer durch die FDP könnte auch im Kontext der aktuellen Koalitionsvereinbarungen in Brandenburg gesehen werden. Am 11. Dezember 2024 bildete die SPD unter Ministerpräsident Dietmar Woidke eine Koalition mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht, mit dem Ziel, die Digitalisierung und somit die Lebensqualität insbesondere im ländlichen Raum zu verbessern. Diese Themen sind auch für Fischer von zentraler Bedeutung, da die Digitalisierung umfassende Maßnahmen in Bereichen wie Bildung und Verwaltungsmodernisierung erfordert.

Fischer hat es sich zur Aufgabe gemacht, Potsdam in eine zukunftsfähige Stadt zu transformieren, in der sowohl Bürger als auch Unternehmen von einer effizienten Verwaltung profitieren. Alle Augen sind nun auf die bevorstehenden Wahlen gerichtet, bei denen seine Ambitionen und die Unterstützung der FDP auf die Probe gestellt werden.

Weitere Informationen zu Severin Fischer und seiner politischen Agenda sind auf seiner Webseite zu finden. Die Details zur Wahl und den kandierenden Personen werden auch im Artikel auf rbb24 bereitgestellt. Ein umfassender Überblick über die Digitalpolitik in Brandenburg ist auf Basecamp.digital verfügbar.