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Am 12. September 2025 wurde ein bisher namenloser Platz in Zehlendorf offiziell in Elfriede-Hengstenberg-Platz umbenannt. Die neue Bezeichnung wurde zwischen der Sven-Hedin-Straße, der Forststraße und der Fürstenstraße installiert, wie berlin.de berichtet. Die Initiative zur Platzbenennung kam aus der Zivilgesellschaft, und der Vorschlag wurde am 14. Mai 2025 einstimmig von der Bezirksverordnetenversammlung beschlossen.

Die Eröffnungsfeier zur Benennung des Platzes war gut besucht und fand mit musikalischer Begleitung statt. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, politische Vertreter sowie Weggefährten von Elfriede Hengstenberg waren anwesend. Bezirksstadtrat Urban Aykal enthüllte gemeinsam mit Dirk Jordan, dem ehemaligen Volksbildungsstadtrat in Kreuzberg und Initiator der Platzbenennung, das neue Straßenschild.

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Elfriede Hengstenberg und ihr pädagogischer Ansatz

Elfriede Hengstenberg, geboren 1892, lebte und arbeitete in Zehlendorf als Pädagogin. Sie ist bekannt für ihren innovativen Bewegungsansatz, der auf dem natürlichen Bewegungsdrang von Kindern basiert. Hengstenberg setzte einfache Materialien wie Stäbe und Bretter ein, um die Körperwahrnehmung und die geistige Entwicklung von Kindern zu fördern. Ihre Methoden prägen die Bewegungs- und Wahrnehmungspädagogik bis heute, bestätigen gazette-berlin.de.

In einer Zeit, in der andere ihre Prinzipien aufgeben mussten, hielt Hengstenberg während des Nationalsozialismus an ihren Werten fest und half verfolgten Familien, darunter jüdischen Menschen, bei der Flucht aus Deutschland. Ihr Engagement für Mut und Menschlichkeit lässt sich auch in ihren pädagogischen Methoden erkennen.

Bedeutung der Bewegungsförderung

Die Relevanz von Bewegungsförderung in der frühkindlichen Bildung wird auch in der Expertise von Ina Hunger behandelt, die sich mit den Potenzialen von Bewegung in Kindertageseinrichtungen beschäftigt. Diese Studie, veröffentlicht vom Deutschen Jugendinstitut, hebt die Auswirkungen von Bewegungsförderung auf die physische, psychische und soziale Gesundheit von Kindern hervor. Die Erkenntnisse bestätigen die historische Bedeutung von Persönlichkeiten wie Elfriede Hengstenberg für die Entwicklung der Bewegungserziehung, die ein zentraler Bestandteil der heutigen frühkindlichen Pädagogik ist. Mehr Informationen hierzu sind in der Expertise unter pedocs.de zu finden.

Die Namensgebung des Elfriede-Hengstenberg-Platzes stellt nicht nur eine ehrende Anerkennung ihrer Lebensleistung dar, sondern erinnert auch an die fortwährende Bedeutung von Bewegungsbildung und -förderung für das Wohlbefinden und die Entwicklung von Kindern.