In Charlottenburg-Wilmersdorf stehen wichtige Veränderungen im Radverkehr an. Der Radweg im Volkspark Wilmersdorf, der sich zwischen Prinzregentenstraße und Bundesallee erstreckt, wird von Donnerstag, dem 26. Februar, bis Freitag, dem 24. April 2026, gesperrt. Grund für diese Maßnahme sind Sanierungsarbeiten am Tennisplatz im Volkspark. Während der Bauzeit dient der Radweg als Baustellenzufahrt, weshalb er für Rad- und Fußgängerverkehr nicht nutzbar ist. Umleitungsschilder werden vor Ort aufgestellt, und der Radverkehr wird über die Durlacher Straße umgeleitet. Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten am Tennisplatz ist zudem eine Erneuerung des nördlich verlaufenden Radwegs geplant, da der aktuelle Belag deutliche Gebrauchsspuren und Unebenheiten aufweist. Die Sanierung soll den Fahrkomfort sowie die Verkehrssicherheit erhöhen. Das Straßen- und Grünflächenamt bittet die Radfahrer um Verständnis für diese notwendigen Maßnahmen. Für Rückfragen steht das Straßen- und Grünflächenamt unter der E-Mail-Adresse gruenflaechen@charlottenburg-wilmersdorf.de zur Verfügung.
Doch nicht nur im Volkspark wird an der Radinfrastruktur gearbeitet. Auch die Kreuzung Prinzregentenstraße/Waghäuseler Straße wird ab dem 28. Juli 2025 umgebaut. Ziel dieser Maßnahme ist die Verbesserung der Sicherheit im Straßenraum sowie eine klarere Verkehrsführung für Radfahrende. Das Straßen- und Grünflächenamt hat den Umbau in Auftrag gegeben, wobei ein besonderer Fokus auf die Erhöhung der Schulwegsicherheit gelegt wird. Der Umbau erfolgt in zwei Abschnitten innerhalb von sechs bis acht Wochen. Während der gesamten Bauzeit wird die Durchfahrt für motorisierten Verkehr gesperrt, wobei Umleitungen und Wendemöglichkeiten eingerichtet werden. Im ersten Bauabschnitt werden Gehwegvorstreckungen an allen vier Ecken der Kreuzung realisiert, um die Querungswege für Fußgänger zu verkürzen. Sichtverhältnisse im Kreuzungsbereich werden verbessert, sodass Fuß- und Radverkehr weiterhin passieren können. Im zweiten Bauabschnitt wird eine neue Asphaltdecke für die Fahrbahn aufgebracht und der Radverkehr über die Bundesallee umgeleitet. Fußgänger können den Bereich ebenfalls passieren, während Radfahrende die Kreuzung schiebend überqueren dürfen. Besonders erwähnenswert ist, dass der Vorrang für den Radverkehr neu geregelt wird, sodass die Fahrradstraße ohne Unterbrechung durch den Kreuzungsbereich führt.
Langfristige Perspektiven für den Radverkehr
Diese Maßnahmen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem der Umstieg auf das Fahrrad als umweltfreundliche Alternative zum Pkw immer mehr an Bedeutung gewinnt. Der Radverkehr nimmt zu, was vor allem durch den Ausbau der Infrastruktur, die Verbreitung von E-Bikes und (E-)Lastenrädern sowie die wachsende Sensibilisierung der Bevölkerung für nachhaltige Mobilität bedingt ist. Eine Neuauflage der Publikation „Radverkehr in Deutschland – Zahlen, Daten, Fakten“ ist geplant, um aktuelle Entwicklungen abzubilden. Ziel dieses Projekts ist es, verlässliche und verständliche Daten zur Unterstützung von Bevölkerung, Politik und Kommunen bereitzustellen. Transparente Darstellungen der Radverkehrsentwicklung sollen die Potenziale und Entwicklungen aufzeigen und den Fokus auf Themen wie Nachhaltigkeit und Umweltschutz durch Radverkehr lenken. Die Durchführung des Projekts obliegt dem Institut für Verkehrsforschung am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).
Insgesamt wird das Projekt mit einem Volumen von 44.835,34 Euro zu 100% durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) aus Bundesmitteln gefördert. Die Ergebnisse werden sowohl auf Landes- und regionaler Ebene als auch für siedlungsstrukturelle Raumtypen grafisch aufbereitet und sollen am 2. Juli 2024 veröffentlicht werden. Diese Entwicklungen sind nicht nur für die unmittelbare Umgebung von Bedeutung, sondern sie tragen auch zu einer langfristigen Verbesserung der Lebensqualität und der Verkehrssicherheit in der Region bei.