Im Berliner Westen tut sich einiges im Bereich Bildung! Ein Lehrer aus Charlottenburg wird ab August 2026 die Leitung der neuen Schule, Insel Gartenfeld, übernehmen. Diese Schule, die derzeit noch kein eigenes Gebäude hat, wird mit 150 Schülerinnen und Schülern starten und vorübergehend an einem anderen Standort in Berlin untergebracht sein. Die ambitionierte Planung sieht vor, dass die Insel Gartenfeld einmal die größte Schule in Berlin-Spandau wird, mit einer zukünftigen Kapazität von 1500 Jugendlichen und Lehrkräften, inklusive einer Grundschule. Die Anmeldung für interessierte Eltern beginnt bereits im März. Weitere Informationen dazu finden sich in einem Artikel des Tagesspiegels.

Der Bau der Schule ist Teil eines größeren Projektes im Stadtquartier „Das Neue Gartenfeld“ im Ortsteil Siemensstadt. Die HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH plant den Neubau einer Gemeinschaftsschule, die ab dem Schuljahr 2029/2030 genutzt werden soll. Diese Schule wird Platz für rund 1.300 Schülerinnen und Schüler bieten und ist ein zentraler Bestandteil der Berliner Schulbauoffensive. Der Architekturwettbewerb für das Gebäude fand im März 2023 statt und wurde von Architekt Julian Weyer geleitet. Der Siegerentwurf stammt von der Gernot Schulz Architektur GmbH und urbanegestalt PartGmbB aus Köln.

Architektonische Highlights

Das zukünftige Schulgebäude wird überwiegend viergeschossig sein und bildet das Entree zum neuen Quartier. Es wird nicht nur einen zentralen Eingang und einen Vorplatz umfassen, sondern auch Sportanlagen, die den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler gerecht werden. Die Architektur ist inspiriert von der Industriegeschichte des Standorts, mit einer gerasterten Stützenkonstruktion und rot gefärbten Klinkern. Im Erdgeschoss wird ein offenes Foyer untergebracht, das eine Bibliothek, Mensa- und Mehrzweckräume sowie einen Verbundstandort mit 850 Quadratmetern Nutzfläche umfasst. Die Schule wird als Compartmentschule konzipiert, was bedeutet, dass sie aus mehreren kleinen Schulen innerhalb des größeren Komplexes besteht.

Das Schulgelände wird nicht nur eine Sporthalle beinhalten, sondern auch rund 21.300 Quadratmeter Freiflächen, darunter 5.200 Quadratmeter für Sportfreianlagen. Die Sporthallen sind barrierefrei und werden mit einem Kraftsportraum sowie einem Jugend-Mehrzweckraum ausgestattet. Diese Planung stellt sicher, dass die Schule ein umfassendes Angebot an Bildungs- und Freizeitmöglichkeiten bietet. Der Wettbewerb zur Gestaltung des Schulgebäudes wurde mit 65 Bewerbungen durchgeführt, von denen 15 zur Teilnahme ausgewählt wurden. Die ersten Plätze gingen an Gernot Schulz Architektur GmbH und urbanegestalt PartGmbB, gefolgt von AFF Architekten GmbH und POLA Landschaftsarchitekten GmbH.

Schulbauoffensive in Berlin

Die Entwicklungen rund um die Insel Gartenfeld sind Teil einer umfassenden Schulbauoffensive in Berlin, die darauf abzielt, neue Schulplätze in verschiedenen Bezirken zu schaffen, um dem wachsenden Bedarf gerecht zu werden. So wird beispielsweise in Lichtenberg die Schule „Am Breiten Luch“ errichtet, die Platz für 725 Schüler:innen bieten wird. Auch in Kaulsdorf, im Bezirk Marzahn-Hellersdorf, entsteht ein Gymnasium mit Platz für 830 Schüler:innen, das eine Dreifeldsporthalle beinhalten wird. Diese Bauprojekte sind Teil einer breit angelegten Initiative zur Schaffung moderner und flexibler Bildungsinfrastruktur, die den Bedürfnissen der Berliner Bevölkerung Rechnung trägt. Mehr Informationen dazu finden sich auf der Webseite der IBB.