Heute ist der 16.02.2026. Michael Müller, der ehemalige Regierende Bürgermeister von Berlin, ist ein Mann mit einer bewegten politischen Karriere und einer spannenden neuen Rolle in der Gesellschaft. Seit seinem Rückzug aus der aktiven Politik bezeichnet sich der 61-Jährige als Pensionär, bleibt jedoch aktiv in der Berliner Szene und hat sein Wahlkreisbüro in Berlin-Charlottenburg, das er liebevoll „Setzerei“ nennt, nicht aufgegeben. Dort plant er Veranstaltungen und führt Gespräche, die dem Austausch von Ideen dienen.

Die „Setzerei“ ist nicht nur ein Büro, sondern ein Raum, in dem Engagement und Diskussionen im Vordergrund stehen. Müller hat bereits zahlreiche prominente Gäste empfangen, darunter DFB-Präsident Bernd Neuendorf und die frühere Wehrbeauftragte Eva Högl. Der Eintritt zu den Veranstaltungen kostet in der Regel zehn Euro, was zur Deckung der Miete und Nebenkosten beiträgt. Er erklärt, dass er die Räumlichkeiten auch für private Veranstaltungen zur Verfügung stellt, was von verschiedenen Organisationen, wie der IG Metall und SPD-Ortsvereinen, genutzt wird.

Von der Politik zur Setzerei

Michael Müller war über 25 Jahre in der Berliner Landespolitik aktiv und hat in dieser Zeit viele bedeutende Ämter bekleidet, darunter den Vorsitz der SPD Berlin und das Amt des Senators für Stadtentwicklung und Umwelt. Von 2014 bis 2021 führte er Berlin als Regierender Bürgermeister. Seine politische Karriere war geprägt von Engagement und Verantwortung, doch nach der Bundestagswahl 2021, bei der er sein Direktmandat im Wahlkreis Charlottenburg-Wilmersdorf gewann, erhielt er keinen Platz auf der Landesliste für die Wahl am 23. Februar 2025. Auch die Bundestagswahl im Februar 2023 verlief für ihn nicht erfolgreich. Trotz dieser Rückschläge bleibt Müller optimistisch und sieht sich weiterhin als aktiven politischen Menschen, auch wenn er keinen Plan B hat.

Nach dem Ende seiner politischen Laufbahn empfindet Müller eine neue Freiheit und einen flexibleren Tagesrhythmus, vermisst jedoch teilweise die Nähe zur Politik und die wertvollen Hintergrundinformationen, die er als Abgeordneter hatte. Er nimmt weiterhin an internen Treffen im Bundestag teil, muss dafür allerdings um Erlaubnis bitten, was seine Verbindung zur politischen Welt unterstreicht.

Engagement und Auszeichnungen

Michael Müller engagiert sich auch außerhalb seiner „Setzerei“ aktiv für gesellschaftliche Themen. Er ist Mitglied im Stiftungsrat des Jüdischen Museums und Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft. In diesem Rahmen initiierte er den „Michael Müller hilft Award“, der zum ersten Mal Ende November verliehen wurde, um ehrenamtliches Engagement in Berlin zu würdigen. Die erste Auszeichnung ging an einen Verein, der Familien mit chronisch erkrankten Kindern unterstützt.

Sein Büro dient nicht nur als Treffpunkt für Diskussionen, sondern auch als Plattform für gesellschaftliche Verantwortung. Müller plant, Ende des Jahres eine Bilanz über die finanziellen Ergebnisse seiner Aktivitäten zu ziehen. Die „Setzerei“ soll ein Ort für Austausch sein, und er hat bereits Veranstaltungen mit Gästen wie Sandra Richter und Ralf Mützenich geplant, um den Dialog in der Gesellschaft zu fördern.

Mit seiner langen politischen Geschichte und seinem Engagement für die Gemeinschaft bleibt Michael Müller eine bedeutende Figur in Berlin. Sein Büro in der „Setzerei“ ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie ein ehemaliger Politiker auch nach der aktiven Amtszeit weiterhin Einfluss auf die Gesellschaft nehmen kann. Für Müller, der die SPD kritisch sieht, insbesondere hinsichtlich der Altersstruktur und der Mischung in der Partei, ist dies eine neue, kreative Phase seiner Karriere.

Für weitere Informationen über Michael Müller und seine Aktivitäten, können Sie die Quelle hier lesen: Zeit Online und Vorwärts sowie Wikipedia.