Heute ist der 13.02.2026 und in Berlin gibt es wieder frischen Wind in der Verkehrspolitik. Der regierende Bürgermeister Kai Wegner und die CDU haben den Bau einer Magnetschwebebahn ins Gespräch gebracht. Diese Diskussion ist nicht neu, aber sie nimmt wieder Fahrt auf und könnte die Verkehrsanbindung in der Hauptstadt revolutionieren. Leserinnen und Leser äußern sich in den Medien zur Verkehrspolitik in Berlin, und dabei wird auch die Sicherheit auf Schulwegen angesprochen. Ein Vorschlag lautet, Tempo 50 in Wohngebieten wieder einzuführen, um die Sicherheit der Kinder zu erhöhen.

Ein wichtiges Thema in der Debatte ist die Vorliebe älterer Menschen für das eigene Auto. Während in vielen europäischen Großstädten das Straßenbahnnetz ausgebaut wird, scheint die Berliner CDU in dieser Hinsicht hinterherzuhinken. Straßenbahnen bieten den Vorteil, dass sie mehr Haltestellen haben, was Fahrgästen Zeit und Wege erspart. Zudem könnten Straßenbahnen durch Vorrang an Ampeln schneller fahren, was die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs erhöht. Im Vergleich dazu sind die Baukosten für Straßenbahnstrecken deutlich niedriger als für Magnetschwebebahn-Trassen. Leserbriefe zu diesen Themen können an leserbriefe@tagesspiegel.de gesendet werden, und es bleibt abzuwarten, wie die Debatte weitergeht.

Die Magnetschwebebahn als Zukunftsprojekt

Die Idee einer Magnetschwebebahn könnte eine direkte Anbindung der Urban Tech Republic auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tegel ermöglichen. Die Verkehrsverwaltung hat allerdings noch keine endgültige Entscheidung getroffen. Sie prüft aktuell die Möglichkeit einer Strecke zwischen Spandau und dem Wissenschafts- und Industriepark in Tegel. CDU-Fraktionschef Dirk Stettner schlug bereits im November 2023 eine Pilotstrecke in der Berliner Innenstadt vor, die jedoch auf viel Kritik stieß. Der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) Berlin bezeichnete das Projekt als absurd, und auch SPD-Fraktionschef Raed Saleh nannte die Idee „Luftschlösser“.

Verkehrssenatorin Ute Bonde, ebenfalls von der CDU, sieht jedoch Chancen für die Magnetschwebebahn. Sie hebt Vorteile wie autonomes Fahren, geringe Lautstärke und Kosteneffizienz im Vergleich zur U-Bahn hervor. Im August 2023 äußerte sie die Vorstellung einer Strecke vom ehemaligen Kongresszentrum ICC in Charlottenburg zum Flughafen BER oder einen weiteren Ring zwischen S-Bahn und Landesgrenze. Diese Anbindung könnte eine erhebliche Verbesserung für die Außenbezirke Berlins darstellen.

Ein Blick in die Zukunft und die Herausforderungen

Ute Bonde prüft die Einführung einer Magnetschwebebahn ernsthaft, und ein Mobilitätskonzept für 2035 soll im Herbst vorgestellt werden, in dem die Magnetschwebebahn eine Rolle spielen könnte. Historisch betrachtet hatte Berlin bereits in den 1990er-Jahren mit der Magnetschwebebahn (M-Bahn) Erfahrungen gesammelt, die jedoch 1991 eingestellt wurde. Die technischen Fortschritte und ein stärkerer Fokus auf klimafreundliche Mobilität könnten der Magnetschwebebahn neue Chancen bieten. Kritiker, darunter Umweltschützer und die SPD, sehen das Projekt jedoch als kostspielige Ablenkung von notwendigen Investitionen in bestehende Verkehrsmittel.

Der Koalitionsvertrag von Union und SPD erwähnt die Magnetschwebebahn und eröffnet damit die Möglichkeit von Fördermitteln. Auch die Idee eines Rings zwischen der Berliner S-Bahn und der Landesgrenze oder einer Verbindung vom Internationalen Congress Centrum (ICC) zum Flughafen BER könnte das öffentliche Verkehrsnetz deutlich verbessern. Letztlich bleibt abzuwarten, ob diese Visionen Realität werden oder ob wir weiterhin mit den Herausforderungen der Berliner Verkehrspolitik kämpfen müssen.