Am Freitag, den 20. März 2026, um 18 Uhr, wird im Kino delphi Lux in Charlottenburg-Wilmersdorf der Film „Lilien im Winter“ von Mark Dornford-May aufgeführt. Diese Veranstaltung wird von der Stabsstelle Bildung für nachhaltige Entwicklung (SBNE) des Bezirksamts Charlottenburg-Wilmersdorf organisiert und ist Teil der „Aktionswochen gegen Rassismus“ sowie der Reihe „Film & Talk #2030“.
Die Handlung des Films spielt in Soweto, Südafrika, im Jahr 1976 und erzählt von der Liebe zwischen den Studenten Mimi und Lungelo. Die tragische Wendung kommt, als Mimi an Tuberkulose erkrankt und um medizinische Versorgung kämpft, was letztlich zu einer Trennung von Lungelo führt. Der Film thematisiert den nationalen Gedenktag für die Opfer des Massakers an Schulkindern in Soweto 1976 und wird von Musikern des Isango Ensembles begleitet, die in der Sprache Xhosa singen und spielen.
Film und Diskussion
„Lilien im Winter“ ist ein Drama und Musikfilm aus dem Jahr 2015 mit einer Laufzeit von 90 Minuten. Die Filmvorführung wird mit einer Diskussionsrunde ergänzt, in der Thabo Thindi, ein südafrikanischer Filmemacher und Schauspieler, Allan Boyles, ein Aktivist, der vor dem Apartheidsystem floh, sowie Gabriele Lubanda, eine im Ruhestand befindliche Juristin, aktiv in den „Wochen gegen Rassismus“, teilnehmen werden. Die Diskussion wird von Lidia Perico moderiert. Tickets können auf der Webseite der Yorck-Kinos erworben werden, und weitere Informationen sind auf der Webseite sowie dem Instagram-Account der SBNE zu finden. Der Veranstaltungsort ist das delphi Lux, Kantstraße 10, 10623 Berlin.
Hintergrund zur Thematik
Der Film „Lilien im Winter“ thematisiert den Aufstand in Soweto, der am 16. Juni 1976 begann und als Schüleraufstand bekannt ist. Dieser Aufstand führte zu zahlreichen Todesopfern und landesweiten Protestaktionen gegen die Apartheid und die rassistische Bildungspolitik in Südafrika. Auslöser war das Afrikaans Medium Decree von 1974, das Afrikaans zur verbindlichen Unterrichtssprache machte, was die schwarze Bevölkerung benachteiligte. Die Unruhen, die sich aus den Protesten gegen den Bantu Education Act und die Sprachregelungen entwickelten, führten dazu, dass am 16. Juni 1976 zwischen 10.000 und 20.000 Schüler in Soweto demonstrierten. Diese Demonstration wurde von der Polizei gewaltsam niedergeschlagen und forderte viele Opfer, darunter das erste Opfer, den Schüler Hastings Ndlovu. Der 16. Juni wurde später 1995 als Youth Day in Südafrika zum Feiertag erklärt.
Die Thematisierung solcher historischen Ereignisse in einem Filmformat ist nicht nur wichtig für das Bewusstsein um die Vergangenheit, sondern auch für das Verständnis der gegenwärtigen gesellschaftlichen Herausforderungen. Die Veranstaltung im delphi Lux bietet somit nicht nur Unterhaltung, sondern regt auch zur kritischen Auseinandersetzung mit der Geschichte und deren Auswirkungen auf die heutige Gesellschaft an. Weitere Details zur Veranstaltung finden Sie auch auf politcal.de und zur historischen Einordnung auf Wikipedia.