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Am Ende Januar 2026 fand in der Sporthalle Charlottenburg die zweite Konferenz des 8er-Rates statt, ein innovatives Beteiligungsformat, das im Rahmen des Projekts „BeteiliJUNG“ ins Leben gerufen wurde. Bezirksstadträtin Heike Schmitt-Schmelz und Bezirksstadtrat Oliver Schruoffeneger waren persönlich anwesend, um das Engagement der Schüler:innen zu würdigen. Der 8er-Rat ermöglicht es Achtklässlern aus drei Schulen, ihre Perspektiven und Ideen aktiv in politische und gesellschaftliche Prozesse einzubringen.

Ein zentrales Ziel dieser Konferenz war die Entwicklung eigener Projektideen durch die Jugendlichen. Im Rahmen eines Gallery Walks hatten die Schüler:innen die Möglichkeit, ihre Ideen vor einem Publikum aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft zu präsentieren. Die Themen der Projekte umfassten eine breite Palette, darunter die Verbesserung von Sport- und Spielplätzen, die Einrichtung zusätzlicher Wasserspender und Hilfsangebote für LGBTQIA+-Personen. Auch Fragen zur Schulverpflegung, Sicherheit und sozialen Themen fanden ihren Platz. Die Bezirksstadträte zeigten sich beeindruckt von der Kreativität und dem Engagement der Jugendlichen und kündigten erste Umsetzungsansätze für die Projekte an.

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Einbindung in die Jugendstrategie

Die Konferenz und der 8er-Rat sind Teil eines größeren Trends zur Förderung der Jugendbeteiligung in Deutschland, der auch durch den Nationalen Aktionsplan für Kinder- und Jugendbeteiligung (NAP) gestützt wird. Dieser Plan, entwickelt vom Bundesjugendministerium, hat das Ziel, junge Menschen direkt und sichtbar in Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Der Dialogprozess, der bis 2025 dauerte, umfasste zahlreiche Formate wie Dialogforen und Jugend-Audits, um die Stimme der Jugend zu stärken.

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Die Empfehlungen des NAP betonen die Notwendigkeit einer gleichwertigen Behandlung junger Menschen in Beteiligungsprozessen und die Förderung von jugendgerechter Kommunikation sowie barrierefreien Zugängen zu Informationen. Ein zentrales Element ist die Entwicklung einer zentralen Beteiligungsplattform, die Informationen über verschiedene Beteiligungsangebote bereitstellt. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Mitbestimmung auf Augenhöhe zu fördern und Jugendliche aktiv in die Gestaltung ihrer Lebenswelt einzubeziehen.

Erfolgreiche Jugendbeteiligung in der Praxis

Die Bedeutung von Kinder- und Jugendbeteiligung zeigt sich nicht nur in Charlottenburg, sondern auch in anderen Regionen Deutschlands. In Baden-Württemberg beispielsweise haben seit 2015 Kinder und Jugendliche ein Mitspracherecht bei Entscheidungen, die sie betreffen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Zahl der Kommunen mit Jugendbeteiligungsangeboten von 53% im Jahr 2018 auf 68% im Jahr 2024 gestiegen ist. Insbesondere die Kinderbeteiligung hat einen bedeutenden Zuwachs erfahren, was die Relevanz und Wirksamkeit solcher Formate unterstreicht.

Verschiedene Formen der Beteiligung, wie Jugendgemeinderäte oder projektbezogene Formate wie Jugendkonferenzen, bieten jungen Menschen die Möglichkeit, aktiv mitzugestalten. Diese Entwicklungen sind Teil einer umfassenden Strategie, die auch bundesweit durch Initiativen wie die BundesJugendKonferenz (BuJuKo) und das Bundeskompetenzzentrum für Kinder- und Jugendbeteiligung (KomKJB) unterstützt wird. Solche Formate fördern den Austausch zwischen Jugend und Politik und tragen zur Schaffung eines lebendigen Dialogs bei.

Insgesamt zeigt sich, dass die Einbeziehung junger Menschen in Entscheidungsprozesse nicht nur notwendig, sondern auch bereichernd ist. Die Begeisterung und Kreativität der Jugendlichen beim 8er-Rat sind ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie wertvoll ihre Stimmen in der Gestaltung ihrer Umgebung sind. Diese Initiativen sind ein wichtiger Schritt in Richtung einer inklusiven und zukunftsorientierten Gesellschaft, in der die Ideen der nächsten Generation ernst genommen werden.

Für weitere Informationen zur Jugendbeteiligung in Deutschland und den entsprechenden Programmen, besuchen Sie bitte die Webseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie die Seite zur Kinder- und Jugendbeteiligung in Baden-Württemberg.