Heute ist der 25.02.2026 und in Charlottenburg-Wilmersdorf steht ein ganz besonderes Ereignis bevor. Am Freitag, dem 6. März 2026, um 18 Uhr wird im Kino Delphi Lux der Dokumentarfilm „Für Sama“ gezeigt. Diese Veranstaltung findet anlässlich des internationalen Frauentages im Rahmen der Reihe „Film & Talk #2030“ statt und verspricht, tiefgreifende Einblicke in die Realität des syrischen Bürgerkriegs zu bieten.

Der Film „Für Sama“, der 2019 von Waad al-Kateab und Edward Watts produziert wurde, erzählt die bewegende Geschichte von Waad al-Kateab, die während der Gefechte in Aleppo ihr Leben und die Herausforderungen, vor denen sie steht, mit ihrer Kamera dokumentiert. Sie steht vor der schweren Entscheidung, ihre Tochter vor der Gewalt zu schützen oder in ihrer Heimat für Freiheit und Gerechtigkeit zu kämpfen. Die persönliche Perspektive, die Waad al-Kateab einnimmt, macht diesen Dokumentarfilm zu einem einzigartigen Erlebnis, das weit über das bloße Filmen von Konflikten hinausgeht. Die Zuschauer dürfen sich auf eine emotionale Reise freuen, die sowohl die Zerstörung und den Verlust als auch die Themen Liebe und Loyalität thematisiert.

Ein Blick auf die Auszeichnungen und Erfolge

„Für Sama“ wurde 2020 für die Oscars in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ nominiert und erhielt zahlreiche weitere Auszeichnungen, darunter Nominierungen bei den British Academy Film Awards (BAFTA) in mehreren Kategorien, wie „Best Documentary“ und „Outstanding British Film“. Der Film wurde zudem als Eröffnungsfilm beim Human Rights Film Festival Berlin 2019 präsentiert und hat sich als wichtiges Zeitdokument etabliert. Die technische Umsetzung, die auf über 500 Stunden private Video-Aufzeichnungen zurückgreift, unterstreicht die Authentizität des Werkes.

In der anschließenden Gesprächsrunde, an der unter anderem Danaé C. Panissié von „Adopt a Revolution“ und Tareq Alaows von „PRO ASYL“ teilnehmen werden, werden aktuelle Themen wie die Situation von Frauen in Syrien, das Leben im Exil und die Perspektiven für Frieden in Syrien diskutiert. Diese Diskussion bietet eine wertvolle Gelegenheit für den Austausch über die Herausforderungen, mit denen geflüchtete Frauen konfrontiert sind.

Der Weg nach Berlin und die Bedeutung des Films

Die Familie von Waad al-Kateab floh nach ihrer Zeit in Aleppo in die Türkei und lebt inzwischen in London, wo sie sich weiterhin für humanitäre Zwecke engagiert. Mit ihrer NGO „Action for Sama“ setzt sie sich aktiv für die Menschen in Syrien ein, während sie gleichzeitig die Erlebnisse ihrer eigenen Geschichte verarbeitet. Die Entscheidung, den Film zu drehen, war ein Liebesbrief an ihre Tochter Sama und ein eindringlicher Aufruf zur Menschlichkeit während eines der verheerendsten Konflikte der Neuzeit.

Tickets für die Veranstaltung sind auf der Webseite der Yorck-Kinos erhältlich. Diese Veranstaltung wird in Kooperation mit dem delphi LUX und der Berliner Landeszentrale für politische Bildung durchgeführt. Es ist eine Gelegenheit, nicht nur einen beeindruckenden Film zu sehen, sondern auch aktiv an einer wichtigen Diskussion über die humanitären Herausforderungen in Syrien teilzunehmen.

Für all jene, die sich für die Themen Frieden, Freiheit und das Schicksal von Frauen in Krisengebieten interessieren, ist „Für Sama“ ein Muss. Der Film und die anschließende Diskussion bieten nicht nur Einblicke in die Realität des syrischen Bürgerkriegs, sondern auch in die Stärke und Resilienz von Frauen, die in schwierigen Zeiten für ihre Überzeugungen und ihre Familien kämpfen.