Heute ist der 1.04.2026 und die Diskussion um die zukünftige Heimat von Alba Berlin wird heißer als je zuvor. Die Basketballmannschaft erwägt einen Standortwechsel nach Adlershof, um dort einen neuen Sportcampus zu errichten. Dies wäre eine bedeutende Entscheidung für den Klub, der in der Vergangenheit oft mit Platzproblemen in der bestehenden Sömmeringhalle konfrontiert war. Die Halle gilt als sanierungsbedürftig, und ein Neubau wird als Chance gesehen, nicht nur für Alba, sondern auch für die Sportlandschaft der Stadt.
Architekt Mario Lindner hat einen alternativen Vorschlag unterbreitet, der die Mierendorffinsel in Charlottenburg ins Spiel bringt. Sein Nutzungskonzept sieht eine multifunktionale Arena mit etwa 15.000 Plätzen vor, die nicht nur für die Spiele von Alba Berlin genutzt werden soll, sondern auch für den SCC Berlin und internationale Sportevents. Zudem sind mehrere Nebenhallen für Trainingszwecke und Nachwuchsförderung geplant. Gastronomische Angebote entlang terrassierter Freiräume an der Spree sollen das Areal aufwerten. Die verkehrliche Anbindung ist ebenfalls gegeben, mit der Nähe zu U-Bahnhöfen und der Bundesautobahn 100. Lindner hebt besonders hervor, dass Charlottenburg eine bestehende urbane Integration bietet, was im Gegensatz zum eher techniklastigen Adlershof steht.
Politische und finanzielle Rahmenbedingungen
Die Entscheidung über den Standort ist jedoch nicht nur eine Frage der Vorzüge, sondern hängt auch stark von politischen, finanziellen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen ab. Während der Berliner Senat die Pläne für Adlershof unterstützt, betont Sportsenatorin Iris Spranger (SPD) die Notwendigkeit eines Standorts in Berlin für die NBA, die 2027 einen Ableger in Europa plant. Alba Berlin wird dabei als einer der aussichtsreichsten Kandidaten für einen festen Startplatz angesehen, was die Dringlichkeit des Projekts weiter erhöht.
Die Halle in Adlershof soll Teil eines Sport-Campus im Technologiepark werden, und es ist ein freies Gelände zwischen den S-Bahnhöfen Adlershof und Johannisthal als Standort vorgesehen. Die geschätzten Baukosten liegen in dreistelliger Millionenhöhe, die teilweise von einem amerikanischen Bankenkonsortium finanziert werden sollen. Marco Baldi, der Manager von Alba Berlin, wird die Pläne im Sportausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses vorstellen, was das öffentliche Interesse weiter anheizen dürfte.
Heimspiele und Zukunftsausblick
Aktuell trägt Alba Berlin die meisten Heimspiele in der Uber Arena am Ostbahnhof aus. Die hohen Mietkosten und Terminprobleme haben den Klub jedoch dazu veranlasst, nach Alternativen zu suchen. Die Frage bleibt: Wird Alba Berlin in Adlershof expandieren oder bleibt der Verein in Charlottenburg? Die Modernisierung oder der Neubau der Sömmering-Sporthalle ist unabhängig von der Standortentscheidung notwendig, was die Komplexität der Situation unterstreicht.
Die Entscheidung könnte weitreichende Auswirkungen auf die Sportlandschaft Berlins und darüber hinaus haben. Es bleibt abzuwarten, wie sich die politischen und finanziellen Rahmenbedingungen entwickeln werden, um die Weichen für die Zukunft von Alba Berlin zu stellen. Sowohl die Mierendorffinsel als auch Adlershof haben ihre Vorzüge, und die kommenden Monate werden entscheidend für die Richtung sein, die der Verein einschlagen wird. Weitere Informationen zu den Plänen finden Sie auch in den ausführlichen Berichten von Entwicklungsstadt und Tagesspiegel.




